Ihr betretet das tänzelnde Pony zu Bree, blickt Euch in dem Raum um und begebt Euch an die Schank. Nur wenige Gäste sind hier, nicht ungewöhnlich für diese Tageszeit. Während Ihr Euren Krug Bier bestellt und vielleicht einige Worte mit dem Wirt wechselt, fällt Euer Blick in eine der hinteren Ecken. Dort sitzt ein Mann mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, gekleidet in grün und braun. Das Schwert lehnt neben ihm am Tisch, er scheint jedoch nicht darauf zu achten – tief über den Krug gebeugt sitzt der Mann auf der Bank, nur ab und zu huscht sein Blick rasch durch das Wirtshaus – so auch nun wieder. Diesmal bleibt sein Blick auf Euch gerichtet, mit einer kurzen Kopfbewegung deutet er Euch, neben ihm Platz zu nehmen. Viele Gedanken schießen Euch durch den Kopf, während Ihr Euch langsam dem Tisch nähert, etwas jedoch wiederholt sich immer wieder: „Er muss es sein. Zweifellos gehört er zu meinem Volk. Ist er es wirklich?“ Er – der, der einige Waldläufer des Nordens im Breeland zusammenrief, um dort… Ja, warum genau eigentlich? In dem Brief war nur die Rede von einer wichtigen Angelegenheit. Eine Frage, die sich hoffentlich bald klären wird – Ihr setzt Euch gegenüber von dem Mann an den Tisch und lasst seinen misstrauischen Blick über Euch ergehen.
Nach einiger Zeit öffnet Euer Gegenüber den Mund und beginnt, in erstaunlich freundlichem, aber doch bestimmtem Ton zu sprechen.
„Du siehst aus wie ein Dúnadan, Junge, aber du kleidest dich nicht wie einer von uns. Wer bist du?“
Ihr nennt dem Dúnadan Euren Namen und erzählt ihm, dass Ihr Eure Ausbildung erst vor kurzem abgeschlossen habt, und es für sicherer hieltet, auf der Reise hierher unerkannt zu bleiben. Er blickt Euch an, sagt jedoch nichts. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, ihm eine Frage zu stellen? Ihr entschließt Euch dazu, Eure Unsicherheit zu überwinden – dieser Mann ist schließlich einer Eures Volkes. „Warum habt Ihr uns hierher gerufen?“ fragt Ihr zögernd, und erntet dafür von Eurem Gegenüber ein amüsiertes Lächeln, bevor er Luft holt und mit gedämpfter Stimme zu sprechen beginnt.
„Uns? Du bist bislang der Einzige, der eingetroffen ist, doch ich hoffe, dass weitere folgen. Und warum? Du weißt alles über unsere Geschichte. Du hast von der Gründung der beiden Königreiche im Süden und Norden – Gondor und Arnor – gehört, von der Dreiteilung des Nördlichen in Rhudaur, Cardolan und Arthedain. Du weißt, dass Angmar Rhudaur unterwarf und Arthedain angriff, während Cardolans Bevölkerung durch die Große Pest dahingerafft wurde.“
Ihr lauscht den Ausführungen, nur unterbrochen durch Euer gelegentliches Nicken.
„Dies bedeutete das endgültige Ende des nördlichen Königreiches, und unser Volk wurde zu Waldläufern. Die prächtigen Stätten unserer Vorfahren verfielen immer mehr, doch wir schützten sie. Ob Annúminas, Esteldín oder hier im Breeland: wir verteidigen die Grenzen unseres alten Königreiches und seine Bewohner.“
Der Mann macht eine lange Pause, während er eine Pfeife stopft und genüsslich zu rauchen beginnt. Er blickt zu Euch, und als Euch klar wird, dass er nichts weiter zu erzählen hat, wiederholt Ihr Eure Frage. „Warum habt Ihr diese Nachricht gesandt?“ Ah, die Nachricht. Sie hat sich in Euer Gedächtnis eingebrannt, selbst jetzt seht Ihr sie, als würde sie direkt vor Euch liegen. Schlichte Handschrift auf fleckigem Papier, überbracht von einem Boten. Ihr wart der einzige aus Eurer Schar, der sich entschloss, dem Ruf ins Breeland zu folgen – die anderen hielten den Aufruf für Zeitverschwendung, schließlich gäbe es auch so genug zu tun. Ihr schüttelt Eure Gedanken ab und wartet auf die Antwort des Waldläufers gegenüber.
„Eriador ist gefährlich geworden. Und mit jedem Tag, an dem wir nicht handeln, wird es noch gefährlicher. Die alten Stätten zu verteidigen mag eine ehrenhafte Aufgabe sein, doch wir müssen unser Augenmerk auf andere Dinge richten. Ob Annúminas, Fornost oder Esteldín – wenn Eriador überrannt wird, können wir keinen dieser Orte halten. Es braucht eine Gruppe von Waldläufern, die sich für das gesamte alte Königreich zuständig fühlen, nicht nur für Teile davon. Ich selbst habe viele Kämpfe in Annúminas gefochten, und es fiel mir schwer, die Stadt und den See hinter mir zu lassen – doch es muss sein. Räuber hier, Trolle im Osten, Orks und Menschen im Dienste Angmars im Norden. Unsere Feinde sind näher, als wir es wahrhaben wollen. Wenn unsere Brüder in den Trollhöhen um Hilfe rufen, müssen wir dorthin reisen; nur, um vielleicht drei Tage später bereits auf dem Weg nach Fornost zu sein, wenn von dort um Hilfe gebeten wird. Das will ich erreichen, und jeder Dúnadan, der uns dabei unterstützen will, ist willkommen. Also, Junge, was sagst du – schließt du dich uns an?“

OOC:
Momentan suchen wir nach einem Termin für ein erstes Treffen, sobald dieser gefunden ist, poste ich ihn. Im Zuge dieses Treffens wird dann auch die Sippengründung vollzogen, Dúnedain-Spieler, deren Char sich bereits in einer Sippe befindet, sind jedoch ebenfalls herzlich eingeladen, an unseren Plots und Treffen teilzunehmen!

Ziel dieses Projekts ist es, Lore-gerechtes Dúnedain-RP zu betreiben. Dies muss keineswegs rein im Rahmen einer Sippe passieren, wir wollen jedem, dessen Charakter von Dúnedain-Abstammung ist, die Möglichkeit geben, an unseren RP-Treffen und Plots teilzunehmen.
Der Text weiter oben dient nicht als Vorgabe zum Einstieg in die Sippe, sondern soll lediglich einen kleinen Einblick in die Geschichte der Dúnedain und dem IC-Ziel des Projektes geben. Niemand ist gezwungen, einen jungen Waldläufer zu spielen, weil es dort oben steht – es schien mir nur passend, da der geschichtliche Überblick bei einem Dúnadan älteren Semesters wohl nicht besonders sinnvoll gewesen wäre.

Interessierten sei die vollständige OOC-Vorstellung, die Geschichte der Dúnedain an sich, sowie das Thema Fragen und Wissenswertes nahe gelegt.
Bei Interesse bitten wir um ein entsprechendes Posting im Forum, für weitere Fragen stehen wir ingame über /flüstern sehr gerne zur Verfügung!