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  1. #76
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    "Oh..." macht Yarna, ein wenig enttäuscht, dass ihre Antwort nicht die richtige war.
    Doch dann blinzelt sie und fängt plötzlich, von sich selbst überrascht, an zu grinsen. Offensichtlich ist ihr eine bessere Antwort eingefallen.
    Auf eine gewisse Art und Weise hat Ilojan ja einen sehr deutlichen Hinweis auf des Rätsels Lösung gegeben, nicht wahr?
    Sie zeigt auf den Honigkuchen und fängt an zu lachen.
    Chars: Vathyri (Hauptmann, 85) , Ythiliel (Jäger, 67) auf Belegaer [DE-RP]
    ~ Faer Eryn ~ Die Geister des Waldes

  2. #77
    Brimdall war derweil eingenickt und hat nur das letzte Rätsel mitbekommen, und wundert sich etwas, dass die Antwort so lange auf sich warten lässt und auch Yarna nicht richtig lag.

    Und noch während er zu der Antwort ansetzt, kommt ihm sein Magen mit der Antwort zuvor. Es knurrt laut und nach einem etwas peinlichen Moment spricht Brimdall:

    "Na, war das nun mehr oder weniger die richtige Antwort, so aus dem Bauch heraus. Ich hatte halt so ein Bauchgefühl" grinst der Zwerg und fragt sich, ob die anwesende Runde den Wortwitz verstanden habe.

    Also die Reaktionen doch eher bescheiden ausfallen und die anwesenden Elben doch noch etwas brauchen dürften um den Witz zu verstehen, steht er auf um sich einmal kräftig zu strecken. Als abermals ein stattlicher Bauch knurrt, spricht er letzten Endes mit einem leicht resignierenden Seufzer:

    "Ich habe etwas Hunger, was sogleich auch die Antwort sein dürfte, habe ich recht?"

    Nachdem er sich ausgiebig gestreckt hat meint er

    "Sodenn, lasst uns mal kräftig einen heben, und uns die lokalen Köstlichkeiten munden. Ihr seid alle eingeladen, da ihr mich so trefflich unterhaltet. Es soll keiner sagen, wir Zwerge seien knausrig. Ausserdem gibt es hier ein paar elbisch Anwesende hier, denen ne kräftige Mahlzeit mal gut tun würde. Sonst fallen die gar noch von den Knochen.".

    Er grinst und hofft, so die illustre Runde ein wenig zum Rätseln weiterzubewegen.

  3. #78
    Während sich so manches Gesicht in der Runde bei der Antwort des Zwerges aufhellt und hier und dort ein zustimmendes Brummen zu hören ist, tritt der genauso beleibte wie beliebte Wirt Butterblume an den Tisch. In den Händen hält er ein großes Tablett mit der von Estelrandir georderten Runde Hellbraunem sowie einem Krug, in dem sich das Quellwasser für Ilojan befindet. In der Zeit, in der er die Getränke vor den Gästen platziert, lauscht er gleichzeitig den Bestellungen, denn jeder in der Gruppe ist über die Großzügigkeit von Brimdall erfreut und ruft dem Wirt seine Wünsche zu.

    Ilojan schmunzelt und wischt sich mit der Hand die letzten Krümel des köstlichen Honigkuchens vom Mund.

    "Unser Freund Brimdall beweist uns, dass unter seinem hervorragend gearbeitetem Helm ein ebenso feiner Verstand wohnt. 'Hunger' ist die richtige Lösung. Und wo kann man diesen Gegner, bei dessen Namen Klang jeder Hobbit erblasst, besser besiegen, als in dieser vortrefflichen Taverne, dem Tänzelnden Pony?" Er greift zu seinem Krug, richtet sich auf und erhebt seine Stimme: "Ein Hoch auf unseren prächtigen Butterblume!"

    Von allen Seiten jubelt es, Krüge werden angestoßen und der Kopf des beleibten Wirts läuft vor Freude tiefrot an. Die ausgelassene Stimmung und die zahlreichen Hochrufe lassen ihn auch die letzten Bestellungen seiner Gäste vergessen. Kopfschüttelnd, aber lachend, eilt er davon, um Hinz oder Kunz zu beauftragen, noch einmal nach den Wünschen der Besucher zu fragen.

    Nachdem sich der Trubel zum großen Teil wieder gelegt hat, wendet sich Ilojan direkt an Brimdall:

    "Auch wenn ich unserer Yarna an der Nasenspitze ansehe, dass sie wohl ebenfalls auf die richtige Lösung gekommen ist, Ihr habt sie zuerst genannt. Soweit ich die Regeln unseres Ratespiels verstanden habe, seid Ihr nun daran, uns mit einer neuen Fragestellung zu unterhalten."

  4. #79
    Während Brimdall mit knurrendem Magen auf einen saftigen Braten wartet, und sich ein kühles dunkles Bier erhofft, fängt er an zu grübeln. Da er nicht der schnellste beim Grübeln ist, ihm das aber bewusst ist, kommt er zu folgendem Gedanken, den er zu den anwesenden Miträtslern äußert:

    "Ich hatte einmal, vor langer langer Zeit, eine Sammlung von Bildern. Darauf sind unterschiedliche Orte oder auch Objekte gemalt, von einer vortrefflichen Hobbitdame, die mich einst für eine länger Zeit begleitete."

    Da das Essen scheinbar noch etwas dauert, bis es serviert wird, kramt er einen kurzen Moment in seinem Rucksack, und hält dann zwei Bilder in die Höhe.

    "Seht her, diese zwei habe ich gerade dabei. Wer kann mir sagen, wo diese Bilder gemalt wurden?"

    "Wenn Ihr alle auch solch ein Rätsel lösen wollt, dann könnte ich versuchen, auch andere Zeichnungen zu finden. Ansonsten soll jemand anderes ruhig ein Rätsel aus Worten dichten, ich habe Hunger und solange mein Bauch knurrt, kann ich nicht klar denken" grummelt der Zwerg etwas kleinlaut.




  5. #80
    Jeder in der Gruppe starrt angestrengt auf die beiden vortrefflich gemalten Bilder, die Brimdall auf der Tischplatte ausgebreitet hat. Schon bald mehren sich die Stimmen, dass das erste Motiv ein gar oft gesehenes Spektakel in Bockland zeigt. Ein Bauer von Dornlags Baustelle ist felsenfest überzeugt, dies wäre der Ursprung des Sprichworts "Da steigt mir die Kuh auf's Dach", andere Gäste meinen, er verwechsle da etwas.

    Aber mit dem zweiten Bild scheint keiner der Anwesenden etwas anfangen zu können. Mehrere Minuten vergehen, ohne dass jemand etwas Entscheidendes zur Lösung beitragen kann. Die fragenden Blicke in Brimdalls Richtung mehren sich. Da erhebt sich Ilojan von seinem Hocker, blickt freundlich in die Runde und sagt:

    "Nun, ich werde mir mal kurz die Beine vertreten und das Quellwasser aus dem Krug seinem Ursprunge zurückführen. Ich bin sicher, wenn ich zurückkomme, werden wir des Rätsels Lösung näher gekommen sein."

    Damit entfernt er sich gemächlich von seinem Platz in Richtung Hintertür. Doch was ist das? An seinen Krug lehnt plötzlich - keiner weiß, wie es dort hingekommen ist - ein kleines Bild. Es ist in einem anmutig gefertigten Rahmen aus Nussbaumholz gespannt.



    Als einer der Rätselfreunde das Bild in die Hände nimmt, um es näher zu betrachten, löst sich von der Rückseite ein kleiner, heller Zettel mit folgender Botschaft:

    "Hier ist des Bullenrasslers Rachen,
    wo Hobbits über Schafe wachen,
    man hört des Bilwis' raues Lachen,
    eh Helden ihm ein Ende machen."


    Die Augen aller Anwesenden richten sich nun auf Brimdall. Was der Zwerg wohl dazu sagen wird?
    Last edited by Torwart; Oct 18 2013 at 04:16 PM.

  6. #81
    "Hohoho" hört man es aus des Zwergen Rachen.

    "Na da hat ja einer doch wirklich die Antwort gefunden, wobei diese zwei ja wohl noch recht einfach waren. Wenn es Euch nichts ausmacht dann stellt doch bitte als nächter Euer Rätsel, ausser jemand anderem der Anwesenden fällt etwas ein, mit dem er uns unterhalten kann." spricht der Zwerg und beginnt das Mahl zu genießen

  7. #82
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    Yarna räuspert sich. Sie spielt mit irgendetwas in ihrer Tasche.
    "Hab nochn einfaches Rätsel für euch, heh."
    Ein weißes Grinsen teilt das dunkle Gesichtchen.
    "Es is' was in meiner Tasche. Seit es da is', geht viel mehr rein als vorher. Nur raus geht es nicht wieder!

    Na....?"
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  8. #83
    Penfryd hatte in Erwartung einer neuen Herausforderung den Kopf gehoben als Yarna zu sprechen begann.

    "Dann solltet ihr das Loch stopfen werte Dame!" antwortet er etwas enttäuscht.

    "Da werde ich wohl oder übel ein neues Rätsel suchen. Leider führt mich ein Auftrag in die Wildnis, sodass ihr euch wohl einige Zeit gedulden müsst."

    Sprachs, packt seine Sachen, zahlt die Zeche und ist schon so in Gedanken versunken dass er wortlos die Schenke verlässt.
    Last edited by Peter-G; Nov 04 2013 at 08:55 AM.

  9. #84
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    "Heh, lauf doch nich' weg!" lacht Yarna. Spielerisch springt sie auf und stellt sich vor den Hobbit, bevor er zur Tür verschwinden kann. Kopfschüttelnd sieht sie ihm hinterher.
    "Aba er hat ma recht heh, das war wirklich zu einfach. Wollter nochn schweres Rätsel ham heh? Is' nich so als wie wenn ich nich' keine mehr hätt."
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  10. #85
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    Genial! murmelt unter sein Bart Mufri der Zwerg. Oh hab ich das auch gesagt? Ich würde noch so gerne hier mithören,aber jetzt sind alle gegangen.. Denkt er sich. Hmmmmm
    [url="http://raptr.com/Dogeedog?src=em_game"][img]http://raptr.com/badge/Dogeedog/fs_f8fb864297f5dca9cb5bad23ce891f6f.png[/img][/url]

  11. #86
    Stunden, die einem zufälligen und geduldigen Beobachter wie Wochen oder gar Monate vorkommen mögen, sind vergangen, seit Butterblume, der vielbeschäftigte Wirt des Tänzelnden Ponys, hinter dem letzten Zecher die Gasthaustür verschlossen hat. Nun liegt der Schankraum schon lange im Dunkeln, nur die vor sich hin glimmenden Scheite im Kamin sorgen für einen Hauch von Zwielicht…

    Mit leisem Knarren öffnet sich eine Tür. Ein Luftzug belebt die verbliebenen Holzreste, ihr Aufglühen sorgt für etwas mehr Licht im Raum. Ein Schatten schiebt sich vorsichtig über den binsenbedeckten Boden. Geschickt weicht er den Bänken und Tischen aus und steuert die Tafel an, an welcher am letzten Abend die Rätselfreunde so manche schwere Nuss geknackt haben.

    Stoff raschelt, als der Schatten in eine seiner Taschen greift und ein Stück Pergament hervorholt. Er flüstert „Dann bringen wir mal etwas frischen Wind in den Raum.“ und platziert das Pergament mittig auf dem großen Tisch, so dass es bei Tageslicht nicht zu übersehen sein wird.
    Dann schleicht der Schatten wieder davon. Mit einem vorfreudigen Kichern gleitet er zur Tür hinaus und schließt sie hinter sich. Ein letzter Luftzug lässt die Scheite im Kamin aufflackern und erhellt auf dem Pergament einige Zeilen in schwungvoller Schrift:

    Was bin ich?
    Entsinn dich!

    Lange gelegen in stinkender Gruft,
    tapferer König trug mich an die Luft.
    Hämmernde Schwester, beißendes Ich,
    nahte Bedrohung, warnten wir dich.
    Mein tödlicher Biss war am Ende zu wenig.
    Nun lieg ich an der Luft, im Grabmal mein König.

    Was bin ich?
    Entsinn dich!
    Last edited by Torwart; Jan 31 2014 at 05:47 AM.
    "Ich bin Thêodens Torwart", sagte er. "Háma ist mein Name. Ich muss euch bitten, hier eure Waffen abzulegen, ehe ihr eintretet."
    (Herr der Ringe, Zweiter Teil, Drittes Buch, Sechstes Kapitel)

  12. #87
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    Als Estelrandir zu seinem Haus ging, stand sein Luchs Schatten still, drehte sein Kopf, schauete in die Ferne und dann zurück auf seinen Meister.

    Vieleicht ist es etwas unbedeutendes, dachte der Kundige nach, aber wir leben jetzt in schweren Zeiten, ich werde es überprüfen. Gleich gab er seinem Luchs den Befehl und folgte ihn. Schatten führte ihn überraschend zurück zum Tänzelnden Pony. Und die Tür war geöffnet! Vorsichtlich sendete er sein Luchs nach ihnen vor. Eher, als Luchs zurück kam, eine dunkle Gestalt kam raus und schloß die Tür hinter sich. Was jetzt? Schatten befreien oder die dunkle Gestalt verfolgen? Klare Wahl: erst seinen treuen Freund befreien. Als er die Tür öffnete, sah er sein Schatten auf dem Tisch, wo auch ein Stück Pergament lag.

    Nach Durchlesen schreibte er am Ende des Pergaments nur ein Wort:

    Herugrim.

    Weil es um kein wirkliches Verbrechen ging, verfolgte Estelrandir die Gestalt nicht mehr und ging nach Hause schlafen.
    Ich bin kein Deutscher, sorry für Grammatik
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  13. #88
    Den Rücken an die kalte Häuserwand einer schmalen Seitengasse gepresst, verfolgt Ilojan, wie der Kundige mit seinem Luchs in der Nacht verschwindet. Prinzipiell ist es ihm egal, ob er mitten in der Nacht dabei erwischt wird, wie er sich aus dem Tänzelnden Pony schleicht. Andererseits liebt er die Heimlichkeit und nutzt jede sich bietende Gelegenheit, seine Techniken in punkto Verstohlenheit und List zu trainieren.
    Und nun gluckst er vor Vorfreude und Neugier - ob Estelrandir sein Rätsel gefunden und vielleicht sogar gelöst hat?
    Er schleicht auf Zehenspitzen zum Tänzelnden Pony zurück. Auch diesmal leistet ihm die Tür keinen nennenswerten Widerstand und kurz darauf befindet Ilojan sich bereits im Schankraum, ergreift das Pergament und tritt zum Kamin.

    „Herugrim?“ lacht er überrascht, als er das einzige Wort liest, welches Estelrandir hinterlassen hat. „Oh, mein alter kundiger Geselle, da bist du aber dem falschen Bären auf der Fährte! Der alte Théoden hat damit eher weniger zu tun.“ Ilojan schüttelt schmunzelnd den Kopf. Dann öffnet er ein schmales Etui an seinem Gürtel und holt daraus Feder und Tintenfass hervor.

    Wenig später hat er auf dem Pergament folgende Worte hinzugefügt:

    Dieser Gedanke war nicht schlecht,
    doch halt, die Lösung ist nicht recht!
    Der Rätselfreund neigt nicht zur Eile,
    betrachtet eifrig jede Zeile.
    Im vorliegenden Verse hier
    erleuchten Nummer drei und vier!


    „Hoffentlich kann ich diesem Naturburschen damit ein wenig den Horizont erhellen“, sinniert er. Nachdem er den Zettel auf den Tisch zurückgelegt hat, schleicht er zur Tür hinaus und macht sich auf den Weg, um den Rest der Nacht in einem warmen Bett zu verbringen.
    Last edited by Torwart; Feb 04 2014 at 09:28 AM.
    "Ich bin Thêodens Torwart", sagte er. "Háma ist mein Name. Ich muss euch bitten, hier eure Waffen abzulegen, ehe ihr eintretet."
    (Herr der Ringe, Zweiter Teil, Drittes Buch, Sechstes Kapitel)

  14. #89
    Ayesha erwachte am frühen Morgen und begab sich in die Schankstube zu einem kleinen Frühstück. Diese Unterkunft der Menschen behagte der Elbin nicht, aber wichtige Geschäfte führten sie nach Bree.
    Die Stube war noch verlassen und nur die Morgensonne sandte ihre ersten Strahlen durch die Fenster. Da bemerkte sie das Pergament auf einem der Tische. Gedankenverloren ließ sie sich auf eine der Bänke sinken und sann über die Bedeutung der Zeilen nach. Dann kam ihr der entscheidende Gedanke: Gondolin, natürlich.
    Sie eilte zurück in ihr Zimmer, um einen Federkiel zu holen. Zurück in der Schankstube schrieb sie mit ihrer filigranen Handschrift ein Wort unter die wohlklingenden Zeilen Orcrist.
    Da der Wirt ihr anscheinend noch kein Frühstück anbieten würde, verließ sie das Pony durch die Vordertüre, um auf dem Markt ein wenig Proviant zu beschaffen.
    [IMG]http://lux-hdro.de/generator.php/Ayesha/2/3/1/4/85/Der+Widerstand/0/2/0/0/0/1/7/8/8/8/8/0/0.png[/IMG]

  15. #90
    "Was für eine Nacht!" murmelte Ilojan müde und stieß die Tür zum Tänzelnden Pony auf. Die selbe Tür, welche er vor wenigen Stunden zweimal auf nicht ganz legalem Wege geöffnet hatte. "So früh am Morgen wird sich wohl noch niemand um mein Rätsel gekümmert haben", dachte er bei sich, während er sich mit der Hand durch die Haare fuhr und ein paar Strohhalme daraus hervorzupfte.

    Um diese Zeit herrschte noch wenig Betrieb im Gastraum. An einem Tisch in der Nähe des Ausschanks saßen ein Mann und eine Frau, der Kleidung nach einfache Händler aus der Gegend. Sie nahmen ein kleines Frühstück zu sich und beachteten ihn kaum.
    Auf einer Bank vor dem Kamin hatte es sich ein Zwerg bequem gemacht - und war dabei wohl eingeschlafen. Den Kopf hatte er auf seinen rechten Arm gebettet und zur Seite gedreht, so dass Ilojan einen kurzen Moment den erschöpften Gesichtsausdruck des Bartträgers musterte. "Eine mit Eisen besetzte Lederrüstung über einem dunkelgrünen Wams... kein Krieger, dann wäre er in eine Plattenrüstung oder zumindest einen Ringpanzer gekleidet... demnach wohl ein Bote", entschied Ilojan.
    Dann fiel sein Blick auf den Kanten Brot, den der Zwerg noch im Schlaf mit den Fingern seiner rechten Hand umklammert hielt.

    "Ob das echtes Zwergenbrot ist?" feixte er in sich hinein. Doch dann ließ er den Schlafenden in Ruhe und dachte an seine eigenen Bedürfnisse. Nach dieser aufregenden Nacht mit dem abrupten Ende samt Flucht aus dem Fenster und Sprung in einen Misthaufen hatte er sich ein ordentliches Mahl verdient!

    "Herr Wirt", wandte er sich an Butterblume, der emsig hinter der Theke mit Geschirr hantierte, "ich bekomme vier gebratene Eier mit Speck und einen kräftigen Kräutertee!"

    Ilojan setzte sich an den großen Tisch, auf dem noch immer sein Pergament lag. Was war denn das? Er zog das Blatt zu sich heran. Da hatte doch tatsächlich jemand die richtige Lösung "Orcrist" unter seine Zeilen gesetzt! Donnerwetter!
    Er betrachtet die feine Handschrift und die geschwungen auslaufenden Buchstaben. "Das war aber nicht unser stabschwingender Tierfreund von letzter Nacht!" Seine Augen wanderte zu dem schlafenden Zwerg. "Nein, deine kurzen Stummelfinger kommen dafür auch nicht in Frage, Bruder Träumesüß."
    Dann entdeckte Ilojan den Federkiel, der unter dem Pergament gelegen hatte und anscheinend vergessen worden war. Er wog ihn sachte in der Hand, bewunderte die vollkommene Ausgewogenheit und die wunderschönen Verzierungen am Griff.
    "Das ist eine Elben-Schreibfeder, da schau her!" grinste er.

    Er verstaute sie sehr sorgfältig in seinem Etui am Gürtel, überlegte einen Moment und schrieb dann mit seiner eigenen Feder einige Zeilen unter das Wort des unbekannten Rätsellösers.

    Nun sitz ich hier und grinse breit,
    das rechte Wort zur falschen Zeit!
    Ich hätte doch sehr gern gewusst
    wer teilnahm an der Lösung Lust!
    Doch Euch trieb wohl geschäft'ge Eile,
    während ich wartend hier verweile.
    Ich hoffe, Ihr kehrt bald zurück,
    und teilt mit mir des Suchers Glück.
    Erleuchtet bitte diese Welt,
    indem ihr uns ein Rätsel stellt!


    "Na ich hoffe doch, dass der oder die Unbekannte mein Sprüchlein zu lesen bekommt", kicherte Ilojan vor sich hin. "Aber nun möchte erstmal mein Magen versorgt werden." Und wie aufs Stichwort brachte Butterblume in diesem Moment die gewünschte Bestellung und Ilojan begann zu frühstücken.
    "Ich bin Thêodens Torwart", sagte er. "Háma ist mein Name. Ich muss euch bitten, hier eure Waffen abzulegen, ehe ihr eintretet."
    (Herr der Ringe, Zweiter Teil, Drittes Buch, Sechstes Kapitel)

  16. #91
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    Warum bin ich eigentlich hier so früh morgen? fragte sich Estelrandir, auch wenn er die Antwort kannte. Zwischenzeitlich genoß seine Schildkröte das Grass gegenüber dem Pony, wo zur Zeit eine leere Bühne stand. Könnte es doch Orcrist sein? dachte er noch halb schlafend über Nachtsrätsel nach. In dem Moment kam eine Elbin aus dem Pony raus und warf einen hungrigen Blick auf seine Schildkröte. Die ist nicht zu essen, sagt er eher für sich als ihr. Die Elbin schien noch in tiefen Gedanken zu sein und murmelnd ging weiter. Estelrandir verstand nur drei Worte: ... Orcrist, sicher so...

    Nun wieß er sicher, dass seine Lösung zu spät zu ändern ist. Das habe ich dafür, dass ich mich eher um die Pets als die Geschichte kümmere. Mit diesen Worten ging er zurück nach Hause, um die Arbeit noch vor dem Mittag fertig zu haben. Unbewußt, dass die dunkle Gestalt aus der Nacht um eine Stunde später diese hungrige Elbin im Pony warten wird.
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  17. #92
    Die menschlichen Händler waren ihr sehr zuvorkommend begegnet. In manchen Teilen Mittelerdes brachte man Fremden anstatt Argwohn immer noch Höflichkeit entgegen. Ayesha hatte ihren Beutel mit allerlei Früchten und Brot gefüllt. DER Händler, seinetwegen war sie überhaupt in Bree, hatte seinen Stand auf dem Marktplatz noch nicht aufgebaut, und auch die umliegenden Kaufleute konnten Ayesha nicht mitteilen, wo sie ihn aufsuchen könnte. Daher entschied sie sich, zum Gasthaus zurückzukehren und noch ein wenig zu ruhen.
    Sie betrat die Schankstube, zu dieser Uhrzeit waren schon einige Gäste auf den Beinen und führten angeregte Unterhaltungen. Ayesha sah das Pergament immer noch auf dem selben Tisch liegen, auf dem es sich schon am frühen Morgen befand. Jetzt saß allerdings auch ein Mann an selbigem. Betont unauffällig versuchte sie, sich dem Tisch zu nähern und einen Blick darauf zu werfen. Es gelang ihr nicht.
    "Darf ich mich für einen kurzen Moment zu Euch setzen?", nicht auf die Antwort wartend, ließ die Elbin sich auf der Bank nieder und griff nach dem Pergament. Etwas wurde hinzugefügt, das hatte sie schon von Weitem erkennen können. Sie lächelte in sich hinein und wollte ihre Feder aus dem Beutel ziehen. "Wo ist sie hin?" murmelte Ayesha mehr zu sich selbst, als ein wirklichen Gespräch führen zu wollen.
    In ihrem Zimmer befanden sich noch einige Federkiele, daher kehrte sie kurzerhand dorthin zurück. Auf dem Flur machte sie sich bereits Gedanken über die geschriebene Aufforderung, die eindeutig ihr galt.
    Letztendlich wollte sie die Breeländer nicht mit einem zu schweren, gar elbischen Rätsel überfordern.
    So schrieb sie:

    Etwas Leichtes schreibe ich hier nieder
    Findet ein jeder die Lösung auf Karten wieder
    Zwischen Anduin und Silberlauf
    Strecke ich meine Wurzeln aus.
    Geliebt von Elben, andere voll Furcht
    Doch Schönheit zeichnet mich aus, für jeden der reinen Herzens nach mir sucht


    Wenn sie das nicht lösen könnte, wären sie der Aufmerksamkeit einer Elbendame nicht wert.
    Wortlos schob Ayesha das Pergament der Fremden hin und verschwand, woher sie gekommen war.
    [IMG]http://lux-hdro.de/generator.php/Ayesha/2/3/1/4/85/Der+Widerstand/0/2/0/0/0/1/7/8/8/8/8/0/0.png[/IMG]

  18. #93
    Ilojan schaute der Elbin hinterher und schüttelte verwundert den Kopf. Zu gerne hätte er ein paar Worte mit der Besucherin gewechselt und sich mit ihr bekannt gemacht. Da hatte er sich gerade eine vornehme und nicht zu aufdringliche Begrüßung zurecht gelegt - und SCHWUPPS, war sie schon wieder aufgesprungen und zur Tür hinausgeeilt. Sie schien wohl nicht viel von Gesellschaft zu halten.

    Ilojan zuckte mit den Schultern, wandte sich dem Pergament zu und überflog die Zeilen, die zu seiner Freude ein neues Rätsel darstellten.
    „Auweia“, murmelte er, nachdem er am Ende angekommen war, „um meine Kenntnisse regionaler Begebenheiten war es doch noch nie gut bestellt. Silberlauf und Anduin sind mir durchaus ein Begriff… die fließen beide in Lothlórien.
    Aber, meine liebe Lady Sauseschritt, meint Ihr nun das Elbenreich Lothlòrien an sich? Die Wurzeln könnten auch allgemein auf den Goldenen Wald hindeuten.
    Oder möchtet Ihr am Ende gar die Lösung Caras Galadhon hören?
    Ihr macht es mir schwer, eine rechte Antwort herauszusuchen.“


    Ilojan besann sich kurz, sprang auf, wobei er seinen Stuhl umriss und stürzte zur Tür. Vielleicht schaffte er es ja noch, die rastlose Elbin einzuholen. Draußen vorm Gasthof erspähte er gerade noch einen Schemen mit langen Haaren, der im Begriff war, in Richtung Markt abzubiegen.
    „He, gute Elbenfrau!“ rief er der Gestalt hinterher, ungewiss, ob es sich denn überhaupt um die Rätselstellerin handelte.

    Im Tänzelnden Pony schüttelte der Wirt Butterblume indes den Kopf und sagte mehr zu sich als an jemanden Bestimmtes: „Kaum wird es wärmer, geht es mit den jungen Burschen durch!“ Dann schlenderte er gemächlich zu dem Stuhl, den Ilojan so ungestüm umgeworfen hatte, richtete ihn auf und schob ihn an den Tisch zurück, auf dem weiterhin das Pergament mit dem unbeantworteten Rätsel auf eine Lösung wartete.
    "Ich bin Thêodens Torwart", sagte er. "Háma ist mein Name. Ich muss euch bitten, hier eure Waffen abzulegen, ehe ihr eintretet."
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  19. #94
    „He, gute Elbenfrau!“ hörte Ayesha eine unbekannte Stimme hinter sich, allerdings waren in Bree dieser Tage nicht allzu viele ihres Volkes zu finden. Daher hielt sie inne und sah den jungen Mann aus dem Gasthaus hinter ihr herlaufen. So schwer war ihr Rätsel doch nicht gewesen.

    "Die richtige Lösung war in Euren Überlegungen schon dabei,
    denn die gleiche Bedeutung haben derer zwei.
    Es zählt nicht die Sprache, in der ihr die Lösung nennt.
    Diesen schönsten Ort, den eine Elbin kennt."


    Dann machte sie sich zum zweiten Mal an diesem Tage auf zum Marktstand von Tordor Haferblatt. Vielleicht war der Händler inzwischen eingetroffen.
    [IMG]http://lux-hdro.de/generator.php/Ayesha/2/3/1/4/85/Der+Widerstand/0/2/0/0/0/1/7/8/8/8/8/0/0.png[/IMG]

 

 
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