We have detected that cookies are not enabled on your browser. Please enable cookies to ensure the proper experience.
Page 3 of 3 FirstFirst 1 2 3
Results 51 to 69 of 69
  1. #51
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany, Mainz
    Posts
    215
    Man sollte hier auch wirklich nicht von Arroganz sprechen, genauso wenig wie von toleranz.

    Es sind hier einfach verschiedene Sicht und Spielweisen. Und jeder hat einfach recht.
    Das ist so, und das ändert sich nicht durch gegenseitige Vorwürfe.

    Deswegen, vergest es einfach. Derartig unterschiedliche Ansichten zum Thema RP in HdRO kann man nicht unter einen Hut bringen.

    Natürlich kommt einem die Aussage von jemanden der die eigene Sichtweise komplett ablehnt arrogant und intolerant vor.

    Ich kann euch versichern das mir als Aussenstehendem beim Thema RP in HdRO hier gar kein Post so wirklich Arrogant vorkommt, immer nur ganz wenig wenn überhaupt. Das ist einfach persönliches Empfinden weil jeder von euch sich abgelehnt vorkommt.

    Klar, jeder macht deutlich für was er einsteht und was er ablehnt. Ist ja auch richtig so.
    Und auch Klar, Aussagen wie das jemand den Schuss nicht mehr gehört hat sind schon grenzwertig.

    Sigilturgs Post aber auch, obwohl ich den eher mit vergnügen gelesen habe weil der so schön Krass formuliert ist ^^ und ich mich ja auch nicht anghesprochen fühlen muss. Ich habe mein Fett an anderer Stelle abbekommen ^^ bin aber so fair und kann es nachvollziehen wenn ein RP Spieler einen Nicht RP Spieler lieber nicht auf dem Server sehen will ^^ aber das ist ein ganz anderes Thema.

    Da schleichen sich dann auf jeden Fall Töne in die Diskussion die mehr aus enttäuschung und Ablehnung heraus geboren werden. Toleranz ist eine Sache. Ich muss bei nix mitmachen von dem ich nix halte.

    Aber etwas Verständnis in ganz normaler gegenseitiger Kommunikation sollte jeder schon aufbringen können. Das macht es in Foren einfach angenehmer

  2. #52
    Meiner Meinung nach hat es schon viel mit Arroganz und (In)Toleranz zu tun, wenn hier jedes RP das nicht 100% mit der eigenen Lore-Interrepation übereinstimmt als falsch angesehen wird und gleichgesetzt wird mit Halb-Drachen-Vampir-Dämonen-Charakteren.

    Eine eigene Lore-Interpretation zu haben und andere als unpassend auszuschließen ist jedermans recht, schont nerven auf beiden Seiten und ist erstmal nichts schlechtes. Man sollte sich nur selbst bewußt sein, dass man auch nur eine eigene INTERPRETATION hat und nicht die einzige Wahrheit.

    Aber wenn ich mir da so eine Antwort ansehe, die nichts aussagt außer getroffene Hunde bellen aber tl,dr und hab keine Zeit und Lust zu antworten, weil mir nichts intelligentes Einfällt und ich nicht in der Lage bin genaue Verweise auf Tolkien zu bringen um irgendwas zu wiederlegen, bestätigt mich dass einfach schon in meiner annahme. ICH habe deutlich gemacht, dass es sich dabei um MEINE ANsichten handelt wie man die Lore zu verstehe hat.

    Problematisch wird das miteinander nämlich genau da, wo andere abgewertet werden, weil sie etwas anders sehen, obwohl sie die Grundlegende Lore gar nicht brechen.

    "Schuhe trugen sie [Halblinge] selten" - ist jeder Halbling mit Schuhen nun ein Lore-bruch?

    In Bree rennen plötzlich haufenweise Leute rum die Haradric sprechen, die Südländer in HdR haben aber alle Westron gesprochen oder eine nicht definierte Sprache aus dem Osten, was auch die Sprache Mordors oder Khands gewesen sein konnte. Das Haradric selbst entstammt nicht dem HDR sonder einem darauf basierendem Rollenspielelement (ich glaube für GURPS war es). Lore-Bruch diese Sprache ins Spiel zu bringen?

    Es ist völlig in Ordnung wenn jemand nicht mit einem Haradrim oder Hobbit-mit-Schuhen spielen will, es ist aber nicht in Ordung ihr RP per se abzuwerten und es auf die gleiche Schiene zu packen wie Halb-Drachen-Vampire oder Cyborg-Krieger aus der Zukunft, also Dinge die kein Schlumpfloch oder eine Seltenheit in der Lore darstellen sondern komplett von Außerhalb der Lore kommen.

  3. #53
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany, Mainz
    Posts
    215
    Aus der Überzeugung heraus dass das eigene RP das richtige ist wird der Umkehrschluss geboren das alle anderen Varianten falsch sind. Was falsch ist kann nicht gut sein sein ... usw usw ^^

    Und das pauschalisiert und übertrieben wird dürfte doch auch nix neues sein, oder? Sind wir hier in einem Forum? ^^

    Und da kann ich es auch nachvollziehen, alles RP mit dem ich nichts zu tun haben will kann ich zusammenfassen als "Bäh-RP" ^^.
    Also kann ich entweder hergehen und sagen dass es sich um eine bekloppte Bande von Lore Fanatikern handelt, oder das es sich um eine bekloppte Bande von Werwolf-Halbelfprostituierte/n-uneheliche Kinder von Drachen und Dolly Buster RP Fanatikern handelt.


    Und alles aus der tiefen, festen überzeugung das der eigene Standpunkt der richtige ist.

    Was aber nun die Interpretation angeht, da muss man fairerweise zugeben das diejenigen welche sich so fest wie möglich an die Lore anschmiegen diejenigen sind welche weitestgehend auf eigene Interpretation verzichten.

    Sicher kann ein Stoff wie HdR in seiner ursprünglichen Form niemals als Lore für ein komplettes Spieleuniversum dienen ohne das man dieses oder jenes interpretiert. Alleine schon weil auch Tolkien nunmal nicht alles beschrieben hat. Und das ganze ja nicht geschrieben wurde um als Regelwerk her zu halten.

    Man kann vieles für gegeben nehmen. Gesellschaftsformen, Umgang, Technischer Stand usw. Aber selbst da wird es bei Details schon zu unterschiedlichen Intepretationen kommen. Und natürlich sind auch Lore Spieler nur Menschen und machen Fehler, aus unkenntnis, oder schlicht aus Fehlinterpretation (wobei hier dann schon wieder eine beurteilung drin steckt die eigentlich niemand vornehmen kann).

    Und letztlich ist dann noch die verquickung im Spiel zwichen Tolkien Lore und Spiel Lore.

    Aber egal, grundsätzlich bleibt das ein Lore treuer Spieler nicht mit einem Lore untreuen Spieler Spielen kann. Und das es da dann natürlich zu gegenseitiger Ablehnung kommt und dann fängt es wieder an mit der herabwertung.

    Da braucht es keine Cyborg Krieger ^^ da reichen reisende Hobbits schon aus ^^.
    Tolkien hat nunmal Rassen geschaffen die er sehr eintönig skizziert hat. Einzig die Menschen sind bei Tolkien wirklich frei in ihrem tun.
    Er hat sich halt an dem orientiert was er kannte. Was er nicht kannte, und da gehörten Zwerge/Elben/Hobbits/Ents usw nunmal dazu, hat er mit dem groben Pinsel skizziert.

    Und das erlebt man eigentlich auch immer da wo der Mesch versucht unbekannte Rassen/Wesen zu erschaffen. Schaut mal in die Bibel was da zu den Engeln so steht. Die sind vielleicht eintönig und begrenzt ^^.

    Wer sich da anlehnt erwartet nunmal entsprechende Figuren. Da ist kein Platz für interpretation weil Tolkien es nunmal so geschrieben hat. Aber halt nicht weil Tolkien so Detail versessen gewesen wäre. Eher weil er es sich da leicht gemacht hat, weil er für seine Geschichte nunmal nur ein paar der Wesen von jeder Rasse brauchte.
    Weil er nicht erklären wollte warum Frodo so ist wie er ist, oder Elrond.
    Es waren Wesen geschaffen um so zu sein wie sie sind, und das wurde dadurch erklärt das die gesamten Rassen so sind, und nicht weil es sich um gewachsene Personen mit einer eigenen Geschichte handeln würde. Sie wurden nicht zu dem was sie sind.
    Deswegen sind die einzigen Figuren bei denen wenigstens teilweise der werdegang erklärt wird die Menschen, Aragorn, Boromir.

    Wer sich an dieses starre Schema anlehnen will darf nur so wenig interpretieren wie absolut notwendig um die Lücken zu füllen.

  4. #54
    Richtig genommen dürfte man dann aber auch nur Haldir, Elrond oder Arwen spielen (überspitzt gesagt), da außer den paar Dutzend namentlich erwähnten Personen keine weiteren dieser rassen vorkommen und sie damit allein schon interpretation sind, sobald ihre Persönlichkeit keine exakte Kopie einer anderen sind.
    Außerdem muß man mit doch recht vielen Lücken und definitionsfreien Räumen spielen, wenn man nur das Geschriebene Wort nimmt.
    Beispiel: Ich kann mich nicht erinnern das Tolkien irgendwo schrieb dass sich Legolas mal erleichtert hat.
    Mag jetzt doof klingen, aber dass ist eine der Ausblendungen bei Tolkien. Bedeutet dass nun, das Elben keine Verdauung haben? Da kann man das nun entweder auch ausblenden oder mit Ja oder nein antworten, letzeres Beides sind interpretationen. Ist ein Elb der IC sagt, dass er eben austreten muß damit nun ein Lore-Brecher, ein Lügner (IC) oder Verrückt (IC), muß man ihn ooc zurecht weisen?

    Wer sagt dass er die Lore nicht interpretiert macht sich selbst was vor, da Tolkien einen "gesunden Menschenverstand" bei seiner Geschichte beim Leser zugrunde gelegt hat, der einem ganz anderen Zeitgeist als unserem entspricht. Tolkien hat z.B. niemals irgendwo Homosexualität erwähnt, weder in Form der klaren Verneinung noch in der Bestättigung, dass sie existiert. Es ist eine Ausblendung. Wenn nun zwei männliche Charaktere miteinander liiert/verheiratet sind, dann mag der umstehende Spieler und der umstehende Charakter darüber denken was er will, aber den Spielern des Pärchens Lore-Bruch vorzuwerfen entstammt dabei einzig und allein der Interpretation der gegebenen Lore.

    Tolkien hat keine Homosexualität beschrieben, davon abzuleiten dass es sie schlicht nicht gab ist halt genauso zutreffend wie unzutreffend davon abzuleiten ob ein Elb ein funktionierendes Verdauungssystem hat oder ob dem Volk sowas fehlt.

  5. #55
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany, Mainz
    Posts
    215
    Sicher gibt es viele auslassungen, das ist aber üblich und wird nun wohl von niemandem dahingehend interpretiert das Elben keine verdauung hätten ^^

    Ich habe auch andere fiktionale Figuren nie so wirklich darüber debattieren hören ^^ ausnahmen gibt es schon, zum Beispiel die Sache mit den drei Muscheln in Demolition Man, wo spekulationen darüber in gang gesetzt werden wie den der Besuch auf dem Örtchen in der Zukunft statt findet, das war aber wohl eher ein Scherz ^^.

    Und auch dürfte Homosexualität an sich wirklich kein Thema sein, sondern vielmehr wie eine derartige Rolle in einer mittelalterlichen Welt glaubhaft ausgelebt wird. Wie wäre die reaktion von anderen Rassen auf homosexualität unter Menschen? Wie die der Mitmenschen?

    Ich sage jetzt mal, da die grundsätzlichen Rassendefinitionen bei Tolkien ja schon vorhanden sind das er, Tolkien, bei seinen erfundenen Rassen keine gleichgeschlechtliche Liebe vorgesehen hat. Da dies bei Menschen aber nunmal nichts ungewöhnliches ist wird niemand das reine nicht erwähnen von Homosexualität als deren nicht vorhanden sein interpretieren.

    Ich habe keine Ahnung wie Tolkien als Kind seiner Zeit zu dem Thema stand, oder ob es für ihn überhaupt ein Thema war. Hat er es weggelassen weil er das Thema als unpassend empfand?
    Ich denke einfach dass das naheliegenste Zutrifft, nämlich das Tolkien Hetero war, und das es deswegen für ihn in einer Geschichte von ihm keine Rolle gespielt hat. Ganz gedankelos und ohne irgendwelche Gründe.
    Es war einfach kein Thema.

    Ich denke das es auch in Mittelerde unter den Menschen homosexualität geben würde, von daher kann man dies sicher auch ausspielen.
    Aber die reaktion der anderen RP Charaktere, also die reaktion welche die Spieler dahinter meinen das sie für Mittelerde angemessen sei, die muss halt nicht unbedingt positiv sein. Ganz unabhängig von der tatsächlichen Einstellung.

    Ich denke das es in dieser Welt, Mittelerde, für derartiges wenig toleranz geben würde, und würde meine Figuren entsprechend reagieren lassen.

    Passt das dann nicht zu einem RP welches sich nicht so sehr an Tolkien anlehnt, obwohl das ganze mit der Lore eigentlich wenig zu tun hat? Es wäre eine reaktion aufgrund dessen wie ich mir denke das die Menschen in dieser Welt/Zeit größtenteils reagieren würde. Lore? Keine Lore? Interpretation? Oder einfach nur das Ablehnen von Homosexuellem als Beitrag zum RP? Sprich das wäre auch so eine Art Vampir RP?

    Das kannst Du gar nicht feststellen wenn ich Dir IC oder nicht IC eine Abfuhr geben würde was das Spielen mit dir Angeht. Auch hier wären dann nur spekulationen über das warum spiele ich nicht mit Dir.

    Also gehört für mich letztlich immer etwas gegenseitiges Verständnis dazu. Wenn ich meinen Gegenüber nicht verstehe, wie will ich dann seine Gründe bewerten?
    Das kann ich nicht, dann kann ich nur eine Ablehnung feststellen und schaue halt ob wer anders mit mir spielen mag

  6. #56
    Das eine Reaktion immer positiv sein muß habe ich nirgendwo behauptet. Nur dass es gut ist, eine IC reaktion zu bekommen.

    Dir ist zumindest klar, dass es deine Interpretation ist, wie dein Charakter reagieren würde. Und das ist völlig in Ordnung.

    Was einfach nicht in Ordnung ist, ist denjenigen anzuflüstern und zu sagen er soll sich verpissen oder ähnliches, oder dass man seine Interpretation für die einzig richtige hält.

    Ich hab glaube ich schon mindestens einmal geschrieben, dass eigentlich jeder eine eigene Interpretationen bzw. einen Toleranz-Rahmen hat, und es völlig in Ordnung ist, sich Leute mit ähnlichem Rahmen zu suchen.

    Nur um ein anderes hier gebrachtes Beispiel aufzugriefen, in dem einer schrieb er würde seinen Charakter verbeigen, wenn er nicht sofort einen anderen Charakter auf ignore setzt der in einer Elben-Mensch-Ehe steckt, sowas ist einfach Metagaming. Dem Spieler paßt was nicht, der SPieler hört auf IC zu agieren UND nimmt für sich selbst noch in Anspruch der bessere RPler zu sein. Das ist ein kompletter widerspruch in sich. Mit selektiven Vergessen zu arbeiten ist da die eleganterer Lösung, so dass der Charakter beim ersten, 5 und 100. mal noch sagen kann "von sowas habe ich noch nie gehört... Ihr treibt einen Scherz mit mir oder?" Der Charakter mag es unsittlich, abstoßend oder befremdlich finden, ABER der Charakter kann nicht sagen: das steht so nicht in der Lore. Metagaming macht weder die Welt noch den Charakter glaubwürdiger, und der Charakter kann den Vorfall danach einfach komplett vergessen um eben nicht verbogen zu werden, wie ich schon schrieb, selektives Vergessen.
    Danach braucht man nie wieder mit dem Charakter ein Wort zu wechseln, aber solange jemand vernünftiges -wenn auch imkompatibles- RP macht gibt es keinen Grund für sich selbst und für den anderen den Moment zu versauen. Wenn mich ein ein Charakter normal anspielt und ich dann im nachhinein in der Bio was von Halbdämon lese kommt mir das auch befremdlich vor, tut aber akut dem RP keinen Abbruch. Wnn mir der Charakter erzhlt, dass er/sei ein Halbdämon ist und auf der Suche nach dem einen RIng, wird mein CHarakter auch nur ja sagen, nicken, lächeln, und dann höflich aber bestimmt jedes Gespräch verweigern. Wenn mich deer Vampir-Dämon mit "/e beißt Ubrot in den Hals und erschafft so das UntotBrot" anspielt werde ich es kommentarlos überlesen, wenn es zu penetrant wird gibt es die Ignore-Funktion. Es gibt jede Menge abstufungen beim "anderem" RP, nicht mur weiß/gut/meins und schwarz/schlecht/nicht-Loretreues, daziwschen sind viele Welten von "das sehe ich anders", "damit will ich mich in HDRO nicht auseinander setzen" und "nicht meins, aber lustig".

  7. #57
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany, Mainz
    Posts
    215
    Also wenn ich hier RP betreiben würde, was ich nicht mache, dann wäre es auch mein Anliegen das ich meinen Char nicht verbiegen muss.
    Und genau das wäre ein derartiges Vergessen aber. Ich will doch keinen Grenzdebilen Char spielen der andauernd alle möglichen Sachen vergessen muss.

    Das sofortige Einstellen meines Spiels wäre aber auch nicht gut, da das Geschehen in der Spielsitzung dann einen Riss erleidet und damit natürlich auch die kontinuität meines Chars beeinträchtigt wäre.

    Es ist also gar nicht so unproblematisch wenn man auf einmal mit RP Inhalten konfrontiert wird die der eigenen Auffassung nach nicht zu dem RP passt das man selbst betreibt.

    Eins ist sicher, würde micht jemand anflüstern und sein Anliegen in Worte kleiden die "verpiss Dich" beinhalten, dann würde ich genau das tun ... und natürlich ein Ticket schreiben ^^ wegen beleidigung usw.

    Sagt er mir das hingegen in einem angemessenen, muss ja nicht höflich sein, sondern nur frei von derben formulierungen, Ton, dann bleibts halt aber auch dabei. Ich kann nichts dran ändern, und ich kann nichts einfordern.
    Und das ist es aber was schon bei erstellen des Startposts dieses Threads gefordert/gewünscht wurde.
    Das jeder auf reagiert, am besten aber IC sich Zeit nimmt und damit sein eigenes Spiel unterbricht.
    Wozu? Wenn ich dann schon genau weiß das mein eigener Char dann wieder die Rote Pille fürs vergessen schlucken muss?
    Also würde ich es am ehesten ignorieren und weiterspielen. Allerdings würde ich es dann auch OoC ignorieren, ich würde gar nichts dazu schreiben, wozu soll ich meine Spielzeit mit etwas verschwenden mit dem ich ohnehin nichts zu tun haben will und das im bestenfall nur meine Spielatmosphäre stört.

    Die Vitas sind nun wieder der größte Quatsch über den ich hier immer wieder stolpere. Die haben, egal was darin steht, nichts mit RP zu tun. Gar nichts. Wer eine Vita führt hat nicht wirklich begriffen was RP ist.
    Ich habe noch nie bei irgendeinem Spieler die Vita gelesen ^^ ich schau doch auch nicht bei fremden Menschen in der Fußgängerzone in die Jackentasche ob ich da eine Zusammenfassung finde ... ^^ da ist der OoC ImbaDDler der seine letzten Hitpointrekorde so für die ewigkeit aufzeichnen wil ^^ noch besser als jeder RPler der eine Vita nutzt.
    Der OoC Spieler wll ja kein RP betreiben, somit nutzt er seine Vita auch nicht um gleich alle darauf hinzuweisen was für ein toller Char seine Figur isr.

    Vita ... ^^ und da geht Turbine auch noch hin und stellt das OoC nutzen von dem Kindergartenjurnal unter Sanktionen. Ich würde den ganzen Quatsch einfach abschaffen ^^

  8. #58
    Interessanter Standpunkt. Da man möglicherweise eventuell einfach nichts aus einemer RP-Begegnung mitnimmt bzw. mitnehmen möchte, ist das also Charakterverbiegen. Kein WUnder dass es kaum noch RP auf Bele gibt, wenn angespielt zu werden schon den Charakter verbiegt, oder sind alle RPler hier hellseher und wissen im vorfeld genau, dass alles RP was nicht in ihrem Sippenahus stattfindet nicht zum Charakter paßt? Nein, aber mit der Einstellung ist klar, dass man nur noch im stillen Kämmerlein RP macht.

    Irgendwie kingt es nämlich so: ich werd angespielt und muß es ignorieren, weil es könnte ja möglicherweise die Art von RP sein, die ich nicht will, und ich kann dann nicht einen Schritt zurück gehen und die Kontinuität des Charakters bewahren, weil das ist auch wieder verbiegen.
    RP machen= Charakter verbeigen;denn: Dinge, die einem nicht ins eigene Spiel passen zulassen/mitspielen = Charakter verbiegen; Dinge die nicht ins eigene Spiel paßen ausblenden/vergessen nach den Encountern = Charakter verbiegen; es sieht nach Regen aus = charakter verbiegen.


    Das in den Bios viel Müll steht stimmt, ich nutz die Dinger normalerweise für eine weiterführende Charakterbeschreibung, da es aufgrund der standadisierten Modells einfach zu viel gibt, was man nicht darstellen kann (Körpergröße als bestes Beispiel, alle Modells einer geschlecht-Rassen-Kombination sind gleich groß, man kann nur zwischen dünn und kräftig variieren). Es ist aber nicht die Schuld der Bio-Option, dass Spieler sie nicht so nutzen wie sie gedacht ist.

  9. #59
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany, Mainz
    Posts
    215
    Naja, ich habe früher viel Pen und Paper gespielt. Da war die Gruppe logischer weise geschlossen. "Unerwünschtes" gab es nur als einlassung vom Spielleiter ^^ und das war so das es passend zur Lore war.

    Spielt man auf einem offenen Server RP und das dann auch noch offen dann ist klar das man das nicht mehr kontrollieren kann. Also wenn ich hier auf dem Server RP spielen würde dann nur in einer geschlossenen Gruppe, das stimmt schon. Und von daher würde ich alle Anspielversuche ignorieren. Würde alles in einen eigenen Chatchannel sagen, und hätte dann ohnehin alle anderen Channel ausgeblendet weil ich mich aud das Geschehen innerhalb der Gruppe konzentrieren wollen würde.

    Ich habe mal den Versuch gewagt eine offene geschichte zu starten, jeder durfte einen Char erstellen und mitschreiben. Einzige Regel, das was bisher geschrieben wurde dürfte nicht umgeworfen werden, und niemand dürfte seinen Char als übermächtig skizzieren.

    Hat beides nicht funktioniert, weil die Anzahl der Schreiberlinge zu groß wurde. Wir konnten alle Erzählstränge nicht mehr handeln. Hätten wir irgendwann gesagt, sechs Leute sind genug, oder sieben okay, dann hätte es klappen können.

    Und so sehe ich das bei dem offenen RP ... im bestenfall schwierig. ^^

  10. #60
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Fuchskleve, Bachuferstraße 3
    Posts
    769
    Quote Originally Posted by Hengiliath View Post
    Es gibt eben Leute, die wollen im RP der schicksterminator Ultrahero sein, Halbelb, Vampir, Drachenkind, unehelicher Halbzwerg... Und wenn 90% der RP'ler des Servers auf dieser Schiene fahren...naja, ich führs nicht weiter aus.
    Während andere daran interessiert sind, glaubhafte Rollen zu verkörpern, wie man sie mit grosser Wahrscheinlichkeit in Mittelerde antreffen würde.
    Und das ist die Crux. Beide Gruppen werden nie zusammenfinden, weil die tolkienfernen Spieler die Bücher eher als Einschränkung und Begrenzung erfahren. Diskussionen führen nur in den seltensten Fällen dazu, dass sich jemand von den Einlassungen der tolkiennahen Spielern bereichert fühlt. Es geht wohl mehr darum, sich und dem Charakter eine gewisse Legitimität zu verschaffen, weshalb solche Spieler das dann mit Rollenspielern überhaupt zu diskutieren suchen. Tolkienferne Spieler können die Liebe zu den Büchern, aus denen Respekt und Demut gegenüber der "Lore" erwachsen, nicht wirklich nachvollziehen. Das Spiel selbst aber auch viele andere Online-Rollenspiele (von WoW bis GW2) mit ihren meist albern infantilen Settings tun ihr übriges, die Leidenschaft für eine halbwegs werksgetreue Näherung im Rahmen des Herr der Ringe Online-Atmosphäre nicht nachvollziehen zu können.

    De facto erlebe ich in den letzten Jahren, dass Rollenspieler im auch nur halbwegs ernsthaften Sinn des Wortes in den Online-Rollenspielen zu sehr kleinen Minderheiten werden und da wo Rollenspiel draufsteht eigentlich immer nur Gaststätten/Feste-Rollenspiel drin ist. Daher nutzen sich auch die immergleichen Diskussionen derart ab, obwohl die Argumente ihre Tragweite nicht verloren haben. Weg von einzelnen Personen ist es nach wie vor kindisch sich den Rollenspielserver auszusuchen, um dort WoW-artige Charakterkonstrukte auszuspielen. Die Bücher sind der nahezu schönstmögliche Hintergrund und sollten das Rollenspiel rahmen und anleiten. Aber das interessiert natürlich die meisten Spieler mit ihrem persönlichen Selbstverwirklichungsprojekt recht wenig. In AoC gibt es doch dicke Hupen zu kaufen, wieso nicht in HdRO? In GW2 gibts Schießpulver-Waffen, wieso nicht in HdRO? In TSW gibts einen Flammenwerfer, hatte nicht Saruman auch... Diesen Trend zur Klumpenbildung und Verwässerung kann man nicht aufhalten, aber man kann vielleicht noch die Alternativen aufzeigen. Und ich betone das gern, damit bestimmte Leute nicht komplett die Schnauze voll haben, richtige Rollenspieler im Dialog oder auch nur als Figuren unterwegs, haben zumindest für die rollenspielaffinen Spieler durchaus etwas eindrückliches. Die Langsamkeit der Bewegung, die stimmige Interaktion mit der Umgebung, die enervierenden Dialoge.

    Leider sind die ernsthaften Rollenspieler in Herr der Ringe Online inzwischen out of space (bzw. nur noch in ihren Siedlungen). Damit ist das Feld bestellt und die Spielewelt den Clowns und Flachzangen vorbehalten. Für die rollenspielaffinen und doch auch den Abenteuern zugeneigten Spieler gibt es wenige Anhaltspunkte, dass Belegaer ein Rollenspielserver ist. Waren früher im Codemasters-Forum diese Threads nicht auch 10-30 Seiten lang? Vielleicht keimt ja nach dem Rohan-Update wieder neue Lust darauf, sich dem Server wieder mehr zur zeigen und Terrain zurückzuerobern. Das kann ja stets auch jeder Einzelne im kleinen.

  11. #61
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Germany
    Posts
    223
    Diese wiederkehrende Diskussion erinnert mich immer an die Szene in 'Der Name der Rose" in der die päpstliche Delegation und die Franziskaner diskutieren, ob Jesus eine Geldbörse hatte. Und es kommt genau so viel dabei rum.

    Mein persönliches Problem ist, dass ich immer mal wieder durch beruflichen Stress ohne Vorwarnung verschwinde und mich dann nicht mehr traue zu fragen, ob man an Handlungssträngen weiter teilnehmen kann. Bei der Größe, die die RP-Community inzwischen hat, ist das echt blöde ^^

  12. #62
    Join Date
    Sep 2012
    Posts
    1
    Hallo,

    Ich bin neu hier und laut dem Thread scheint es ja immer noch irgendwo RP zu geben.

    Würde mich über ein paar Infos freuen, bin auch jeder zeit bereit RP zu betreiben wenn ich angesprochen werde.

    in diesem sinne

    Mfg

    Daelarneth

  13. #63
    Join Date
    Jun 2011
    Posts
    204
    Ich weiß, ich bin spät dran, aber ich mag mich trotzdem nochmal einschalten. Ja gut, nichts, was noch nicht gesagt worden ist (ob hier oder in anderen Diskussionen), aber ein paar Dinge sind mir eben aufgefallen.

    Also erstmal, vom Eingangsbeitrag ausgehend, ist Garlond für mich etwas auf der falschen Spur. Da beschwert sich eine RP-Südländerin ja eigentlich nicht ausschließlich über fehlendes Rollenspiel, sondern abweisendes, ausweichendes Rollenspiel. Wenn mein Charakter einen Südländer sieht, den er nur als Feind kennt und dem dann aus dem Weg geht und mit einem "Verpiss dich!" zum Balrog jagt, ist das doch 1a Rollenspiel, sagst du ja selbst. Also werden da eigentlich ganz verschiedene Themen miteinander vermischt, oder?

    Meine Einstellung zum Thema Lore/Nichtlore entspricht ja in etwa der von Hengiliath, da braucht es keine weitere Ausführung, aber zum Thema Rollenspiel würde ich gerne noch was loswerden:

    Ich kann nicht IC das Spiel durchquesten, wenn ich als Rollenspieler unterwegs sein kann. Im Grunde ist ein MMORPG jedweder mir bekannten Ausrichtung dafür nicht wirklich geeignet, der Grund dafür ist schlicht die Definition des Begriffs Rollenspiel, ganz unabhängig von Tolkien (obwohl er es zusätzlich erschwert). Ich erinnere mich daran, wie mich Garlond (nein das soll keine Triade gegen ihn werden, es bezieht sich nur stark auf seine Ausführungen) mal gebeten hat ihn bei Aufgaben in Angmar zu begleiten und das dann natürlich ausspielen wollte. Er stand also da und erzählte mir was von Sara Eichenbaum oder wie die gleich hieß (Eichenherz?, ist ein paar Jahre her) und das sie uns ja den Auftrag gegeben hätte blablabla - Questtext eben. So, jetzt nehme ich den Begriff "Rollenspiel" mal ernst. Nêlfalas ist ein Elb aus Bruchtal, wohnhaft in Lindon, Anführer einer Gemeinschaft die sich dem Kampf gegen Mordor im Allgemeinen und einem bestimmten "Erzfeind" im speziellen gewidmet hat. Er hat eine Frau und eine Tochter, ist jemand mit viel Verantwortung und einigen Verpflichtungen. Und der Anspruch war jetzt, dass er das alles stehen und liegen lässt, um mit einem 18jährigen Burschen namens Garlond durch eines gefährlichsten Gebiete der bekannten Welt zu reisen, realistisch gesehen ohne große Aussicht aufs überleben (spieltechnisch schon) und warum? Weil "irgendso ne Oma" dem Burschen das gesagt hat.

    Was bitte hat das mit dem Ausspielen einer Rolle zu tun? Nix. Das ist "Buddy-Game" mit Inplay-Dialog, aber Rollenspiel nicht im entferntesten. Ein anderer Charakter würde da vielleicht passen, aber für den würde sich das Ganze dann an anderer Stelle wieder beißen, so einfach ist das. Dieses Spiel ist nicht als Rollenspielhintergrund gedacht, es kann dafür zweckentfremdet werden, aber im Grunde braucht es dafür immer Abstriche an irgend einer Stelle.

    Ich habe eigentlich immer reagiert, wenn mich jemand irgendwo angesprochen hat, aber mich dann mehr oder weniger als "Rollenspiel-Schauspieler" benutzen lassen und später bei Bedarf (wiedertreffen irgendwo) klargestellt, dass diese Begegnung IC mit diesem Charakter nie stattgefunden hat, weil der Elb Nêlfalas oder der Zwerg XY sicher nichts im Dunland zu suchen hätten oder im Düsterwald Spinnen jagen würden. Denn das wäre kein Rollenspiel in meinen Augen, dass wäre nur "Das Spiel spielen mit labern im Sagenkanal".

  14. #64
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Fuchskleve, Bachuferstraße 3
    Posts
    769
    Denn das wäre kein Rollenspiel in meinen Augen, dass wäre nur "Das Spiel spielen mit labern im Sagenkanal".
    Damit landet man dann in einem MMO in einer Sackgasse, weil sich nichts mehr von der Engine nutzen lässt, außer das ein oder andere Emote und die Sagen-Funktion. Für mich ist es gerade die Crux dieser Kombination von MMO und Rollenspiel, dass man über eine ausgeprägte selektive Wahrnehmung verfügt. Denn wenn man zum reinen Textrollenspieler wird, frage ich mich, wieso dann kein P&P, bei dem man dann auch entsprechend vorbereitete, aber eben nicht vorformatierte, sondern individuell auf die Gruppe angepasste und somit immer spannende Abenteuer erleben kann. Es gibt unter den tausendsonstwasjährigen Elben gewiss tausend Gründe, warum es nicht sinnig umsetzbar ist, dass ein Elb dem jungen Herrn Garlond Gesellschaft leistet. Für den Elben Nelfalals gar keinen, okay. Aber für den Elben Binnochkeinesuperfunzel gibt es vielleicht eine ganze Menge denkbarer Motive, Anflug von Mitgefühl, ein biographisch relevantes Erlebnis etc. pp. Immer wird man bei diesem Spiel an Einsatzpunkte selektiver Wahrnehmung gelangen. Aber selbst im P&P spielt man das Alltagsleben seiner Charaktere nicht aus und überbrückt, springt und selektiert.

    1000 Spinnen können auch schnell zu einer werden, storytechnisch, die man mit Mühe und Not besiegen könnte. Ohne diese Art von Abstraktionsvermögen wird man in RP-MMO's meiner Meinung nach nicht glücklich. Und jeder Rollenspieler mit etwas Salat in der Schüssel wird auch wissen, dass man solche Erlebnisse unter anderen Umständen nicht einfach vorbehaltlos überträgt. Es ist eben kein Wunschkonzert, meine Charaktere haben nie irgendwelche Chef-Bösewichte im Kampf besiegt, sie haben hier und da einen kaum von Bedeutung seinenden Beitrag geleistet. Trunken in der Gastwirtschaft mag das anders klingen, aber bei Verstand wird man das auf ein Minimum relativieren. Und egal welches Volk, an den "Helden" erkennt man stets als erstes die Nichtrollenspieler. Am Ende bleibt es unter allen Umständen eine Kompromissbildung. Die einen verlieren fast die komplette Engine (endet im Eventrollenspiel), die anderen sind dann eben für manche keine Rollenspieler und haben dafür ein riesiges Repertoire an spielerischen Möglichkeiten.

  15. #65
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Fuchskleve, Bachuferstraße 3
    Posts
    769
    Quote Originally Posted by Daelarneth View Post
    Würde mich über ein paar Infos freuen, bin auch jeder zeit bereit RP zu betreiben wenn ich angesprochen werde.
    Guck mal hier: http://wochenblatt.square7.ch/wordpress/

  16. #66
    Join Date
    Jun 2011
    Posts
    204
    Quote Originally Posted by Filousia View Post
    Damit landet man dann in einem MMO in einer Sackgasse, weil sich nichts mehr von der Engine nutzen lässt.
    Ne, dass ist nicht richtig. Und die Tatsache, dass auch ich Rollenspiel auf dem Server betreibe, zeigt ja das es auch mit dieser Einstellung geht. Mit Superfunzel blabla hat das auch nichts zu tun, sondern mit Sinnhaftigkeit. Auch im P&P reise ich nicht "mal eben" von Nordaventurien in den Regenwald weil o weil, sondern empfinde ja eine reale Existenz nach (spiele eine Rolle - Rollenspiel). Wenn wir gerade die "Krieg mit Al'Anfa" Kampagne gespielt haben, wurden nicht zwischendurch mit Thorwalern Wale gejagt, falls dir diese Ingame-Begriffe was sagen. Gleichsam lasse ich mich als Bannstrahl Ritter nicht von einer schwarzmagischen Akademie anwerben. Das sind Fragen die bei HDRO nicht aufkommen, weil es eben NICHT explizit für Rollenspieler gemacht ist. Und ebenso ist nicht jeder Charakter immer und überall für alles zu haben, ein anderer Elb mag auch für Todeskommandos auf Wunsch schrobiger, mitunter dementer alter Damen zu haben gewesen sein, gut möglich, aber würde er dann ins Auenland reisen um dort Kuchen durch die Gegend zu schleppen? Fraglich...

    Zumindest aber muss man einem Rollenspieler zugestehen, dass er das alles für seinen Charakter jeweils nicht passend findet und ich kann mir ehrlich gesagt kaum eine ernst zu nehmende Rolle vorstellen, die wirklich den kompletten Aufgabenblock dieses Spiels im Rollenspiel durchziehen kann. Teils scheitert es schon an der Erzählweise, denn dieses "Zusammenrufen der Waldläufer" in der epischen Aufgabe, würde, wenn man es für voll nimmt und nicht davon ausgeht, dass Charaktere so schnell reisen wie unbelebte Spielfiguren die mit einem Ladebildschirm halb Mittelerde durchqueren fraglos länger dauern, als der gesamte Ringkrieg.

    Und dabei gibt es halt noch ein Problem. Die Aufgaben sind zum großteil auch... wie drück ichs höflich aus... elendig schlecht und langweilig. Im Rollenspiel zum xten mal 20 Crebain zersäbeln, oh ja bitte, dass auch weiter jeden Tag drei Mal. Es ist alles nicht fürs Rollenspiel ausgelegt, sondern für kurzweilige Unterhaltung ohne groß drüber nachzudenken. Das ein oder andere mag sich trotzdem eignen, aber vieles ist eben Schrott. Und demnach, wenn ein Mensch einen Charakter von mir im Dunland anspricht, wo er denn Blume XY findet, von denen er 20 pflücken soll, würde ich es ihm wohl - um das Rollenspiel zu unterstützen - auch sagen. Rollengerecht wäre es aber von meinem Wächter, Hauptmann, Schurkin etc. eher zu sagen: "Was weiß ich denn? Seh ich aus als wäre ich Gärtner?"

    Also machen die Rollenspieler vorzugsweise ihre eigenen Geschichten und nutzen die Engine nur dafür, teils zweckentfremdet, teils angepasst. Und da braucht man mir nicht erzählen das ginge nicht, dass habe ich 100 mal gemacht, mindestens. Das funktioniert auch super, aber es sind eben für sich erzählte Geschichten und da kann es immer passieren, dass die hier und da unflexibel werden (so kann man eine Wanderung nach XY nicht abbrechen, weil Held ABC kurzzeitig vorbeikommt und Hilfe braucht um Monster K27 zu erschlagen, weil man damit das Leben der Geisel MonaX gefährden würde), kann nunmal vorkommen, ist aber darum keine böse Absicht, sondern notwendig für den Erhalt des Spielspaßes.

    Nebenher:

    Im Moment spiele ich vorzugsweise Warg in den Ettenöden. Ich pirsche herum, wenn ich einen Vertreter der Freien Völker sehe, greife ich an und reiße ihn in Stücke. Rollenspiel in Reinkultur (wenn man es genau nimmt)!
    Last edited by Nelfalas; Sep 15 2012 at 08:59 AM.

  17. #67
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Fuchskleve, Bachuferstraße 3
    Posts
    769
    Die Crux ist und da kommst du nicht drumrum, dass wenn du mit deiner Sippe über sieben Uruks herfällst (realistisches Setting in Plot eingebettet), das eine Sache von 10 Sekunden wird und sturzöde. Du kannst eben nicht wie beim P&P die Stärke des Gegners beliebig variieren. Ergo, doch nur Story und Sagen und sonst nichts. Das ist für mich durchaus eine Sackkasse. Klar kann man über Monate mit seinem kleinen Elbentrupp die Landschaft in Formation bereisen oder mit ner Hobbit-Reisegesellschaft, aber auch da ist letztlich nur Sagen und sonst nichts. Da ist es in meinen Augen durchaus interessanter wie Garlond und andere die Abenteuer und Instanzen stufenadäquat mitzunehmen und das rollenspielerisch einzubetten. Das Andere ist letztlich ne Art Forenrollenspiel mit Pixeln. Um die Kompromisse kommt keine von beiden Varianten herum, mit Ausnahme vielleicht eines konsequenten Siedlungsrollenspiels.

  18. #68
    Join Date
    Jun 2011
    Posts
    204
    Du konstruierst dir für deine Argumentation Umstände, die schlicht und ergreifend nicht stattfinden. Über wieviele Uruks wir in einer Schlacht herfallen, interessiert uns erstmal nicht, da wir mit denen eh nicht interagieren können. Außer es wäre ein Plott in den Ettenöden, da wäre das mitunter realistisch, aber gewiss nicht langweilig. Wenn wir dafür Engine, also Settings, Scharmützel oder Instanzen benutzt haben, dann haben wir da nicht wirklich gezählt oder es uns anderweitig sinnlos schwer gemacht, wir haben einfach alles verprügelt was da kam, Spaß an dem Spiel als solchem gehabt und später dann, wenn uns einer gefragt hätte, was und wieviel davon wir bekämpft haben, wurde das entsprechend angepasst. Die Interaktion, dass Wesen des Rollenspiels, konnte ja nunmal eh nicht mit den NPCs stattfinden, sondern unter den Spielern. Die sehen nur "da sind Orks", ob es 3 mit 50.000 Moral sind, oder 20 mit 5.000, dass wird schlicht ignoriert. Meist passt es aber schon irgendwie. Feuer- und Lichtwesen werden eh nicht weiter erwähnt. etc. etc.

    Du verstehst vielleicht, wenn ich dir so eine Instrumentalisierung nicht bis ins Detail ausdeffiniere, aber sie findet statt, soviel kannst du glauben. Und sie macht durchaus Sinn, auch in gegenseitigen Einvernehmen. Das Rollenspiel wurde über den Plot gestaltet und hatte mit Forenrollenspiel soviel zu tun, wie King Kong mit Geräteturnen. Es gab eine Paralelle, nämlich für Text verwandte Dialoge. Das wars im Grunde.

    Der Plot lebte vor allem von dafür erstellten Rollenspielcharakteren, welche teils auch die Gegenseite darstellten, von inszenierten Geschichten die mitunter auf die Charaktere abgestimmt waren. Aber wir haben nie etwa "Emotekämpfe" oder gar nur beschriebene Gegner verwandt, dann würde ich dir Recht geben mit dem Forenrollenspiel. Wenn wir in eine Höhle voller Orks gingen, waren da auch Orks, es waren vielleicht bei späterer Betrachtung nicht mehr so viele wie eigentlich, aber da gleicht man eben ab. Und das geht. Ganz wunderbar sogar.

  19. #69
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Fuchskleve, Bachuferstraße 3
    Posts
    769
    Also jetzt, wo du das mal konkret beschrieben hast, bin ich der Meinung, dass wir so ziemlich das gleiche sagen. Zumindest lese ich da Begriffe wie Konstruktionen und Anpassungen, Ignorieren und Instrumentalisieren. Irgendwo hakt es bei uns in der Kommunikation, aber ich sehe da keine groß unterschiedlichen Ansprüche und Vorgehensweise. Und schlägt man den Bogen zu den Aufgaben zurück, so ist doch klar, das will ich hier noch mal betonen, dass man nie irgendwelche Hexenkönige besiegt hat. Das Spiel versucht ja schon den epischen Ball flach zu halten, aber ganz ohne das große Hexenkönig & Saruman-Gedöns kommt man bei den Kids nicht an. Siehe auch die Kurzepisode mit dem Adlerflug bei den letzten Quests. Ich würde mir den Ball zwar noch flacher wünschen, kann aber mit dem Gesamtdesign gut leben. Leider werden keine Schwerpunkte verschoben oder neu gesetzt, die für eine lebendigere Spielewelt wichtig wären. HdRO ist so nahe dran, eine Siedlung komplett realistisch bespielen zu können wie kein anderes Spiel. Aber sich neue Hobbies und erweitertes Housing, mehr Sippenoptionen einfallen zu lassen, wird immer nur auf Contentnachschub und Stufenaufstieg gesetzt. Ist schade, denn ob wir je noch ein besseres RP-MMO erleben, halte ich für fraglich. Das Risiko für die Entwicklung ist hoch und selten sind die Spiele in den letzten Jahren wirklich rentabel. Funcom rüstet gerade um auf MMO's a la World of Tanks. Mal schnell knallbummpeng und gut ist, dann was anderes spielen. Von daher bin ich auch zurückhaltend mit Gemecker über HdRO, dafür gefällt mir das Spiel zu gut. Auch nach Jahren noch.

 

 
Page 3 of 3 FirstFirst 1 2 3

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •  

This form's session has expired. You need to reload the page.

Reload