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Results 1 to 16 of 16
  1. #1
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    May 2011
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    Was sollte ich wissen, wenn ich einen (tolkien-gerechten) Hobbit im RP spielen will?

    1. allgemein Wissenswertes über Hobbits:

    Tolkien schreibt:

    "Sie (die Hobbits) haben ein feines Gehör und scharfe Augen, und obwohl sie dazu neigen, Fett anzusetzen und sich nicht unnötigerweise zu beeilen, sind sie dennochflink und behende in ihren Bewegungen. ... Ihre Gesichter waren in der Regel eher gutmütig als schön, breit, mit glänzenden Augen, roten Wangen und Mündern, die immer zum Lachen und Essen und Trinken bereit waren."

    "Sie kleideten sich in leuchtenden Farben und hatten eine besondere Vorliebe für Gelb und Grün; aber Schuhe trugen sie selten, denn ihre Füße hatten zähe, lederartige Sohlen und waren mit dichtem, krausem Haar bedeckt ... " "Die Hobbits in jenem Viertel, dem Ostviertel, waren ziemlich hochgewachsen und plumpfüßig, und bei Matschwetter trugen sie Zwergenstiefel. Aber bekanntlich hatten sie ja ein gut Teil Starrenblut in den Adern, wie schon der Flaum zeigte, den viele auf den Wangen hatten."

    "Die Hobits sind ein unauffälliges, aber sehr altes Volk, das früher zahlreicher war als heute; denn sie lieben Frieden und Stille und einen gut bestellten Boden: eine wohlgeordnete und wohlbewirtschaftete ländliche Gegend war ihr bevorzugter Aufenthaltsort. Kompliziertere Maschinen als einen Schmiede-Blasebalg, eine Wassermühle oder einen Handweebstuhl verstehen und verstanden oder mochten sie auch nicht, obwohl sie mit Werkzeugen sehr geschickt umgingen."

    "Und sie lachten und aßen und tranken denn auch oft und herzhaft, waren jederzeit zum Scherzen aufgelegt und hatten gern sechs Mahlzeiten täglich (wenn sie sie bekommen konnten). Sie waren gastfrei und hatten ihre Freude an Festen und Geschenken, die sie großzügig machten und immer gern annahmen."

    "Zu keiner Zeit waren Hobbits kriegslüstern gewesen, und untereinander hatten sie sich nie bekämpft. In alten Zeiten hatten sie natürlich oft zu den Waffen greifen müssen, um sich in einer rauhen Welt zu behaupten; doch in Bilbos Tagen war das schon sehr alte Geschichte. ... Obwohl es noch immer einige Waffenbestände im Auenland gab, wurden sie jetzt zumeist als Siegeszeichen angesehen, hingen über der Feuerstelle oder an den Wänden oder waren im Museum von Michelbinge untergebracht."

    "Nahrung anzubauen und sie aufzuessen nahm den größten Teil der Zeit der Hobbits in Anspruch. In anderen Dingen waren sie gewöhnlich großzügig und nicht gewinnsüchtig, sondern zufrieden und bescheiden, so daß Güter, Höfe, Werkstätten und kleine Gewerbebetriebe generationenlang unverändert blieben."

    "Alle Gesetze der Hobbits (sie nennen sie "Die Regeln") führen sie auf den König von ehedem zurück und befolgen sie aus freien Stücken. Hobbits sagen von ungesitteten Leuten und boshaften Geschöpfen (etwa von Trollen), sie "hätten wohl nichts vom König gehört"."

    "Selbst in den alten Zeiten empfanden sie in der Regel Scheu vor dem "Großen Volk", wie sie uns (Menschen) nennen ... "

    "Die meisten Hobbits betrachteten selbst Flüsse und kleine Boote mit tiefem Argwohn, und nicht viele von ihnen konnten schwimmen. Und nachdem sie schon längere Zeit im Auenland gelebt hatten, sprachen sie immer seltener und seltener mit den Elben, begannen sich vor ihnen zu fürchten und mißtrauten jenen, die sich mit ihnen einließen; und das Meer wurde der Inbegriff des Schreckens für sie und ein Sinnbild des Todes, und sie wandten den Blick ab von den Bergen im Westen."

    "Noch etwas gab es seit alters her bei den Hobbits, das erwähnt werden muß, ein erstaunlicher Brauch: durch Pfeifen aus Holz oder Ton saugten oder atmeten sie den Rauch der brennenden Blätter einer Pflanze ein, die sie Pfeifenkraut oder Blatt nannten ... In geheimnisvolles Dunkel ist der Ursprung dieser eigentümlichen Sitte oder "Kunst", wie die Hobbits sie lieber nannten, gehüllt." "Aber selbst die Dúnedain von Gondor gesetehen das zu: Hobbits steckten es (das Pfeifenkraut) als erste in die Pfeife."

    "Überhaupt waren alle Hobbits sehr sippenbewußt und rechneten mit großer Sorgfalt ihre sämtlichen Verwandten zusammen. Sie zeichneten lange und ausführliche Stammbäume mit unzähligen Verzweigungen. ... Hobbits begeisterten sich für solche Dinge, die ihre Richtigkeit hatten: sie liebten es, Bücher zu haben über Dinge, die sie schon kannten und die klar und wahr ohne Widersprüche dargelegt waren."

    "Aber die Ämter des Postmeisters und des Ersten Landbüttels waren mit dem Bürgermeisteramt verbunden, so daß ihm sowohl die Postzustellung als auch die Wache unterstanden. Das waren die einzigen öffentlichen Dienste im Auenland, und die Briefträger waren von den beiden die zahlreicheren und die bei weitem stärker beschäftigten. Keineswegs alle Hobbits waren des Schreibens mächtig, aber diejenigen, die es waren, schrieben ununterbrochen an ihre sämtlichen Freunde (und an einige unter ihren Verwandten), die weiter als einen Nachmittagsspaziergang entfernt wohnten."

    "Obwohl sie nicht händelsüchtig waren und kein Vergnügen daran fanden, ein Lebewesen zu töten, waren sie beherzt, wenn sie sich verteidigen mußten, und verstanden notfalls mit der Waffe umzugehen. Sie waren gute Bogenschützen, denn sie hatten scharfe Augen und eine sichere Hand. ... Wenn sich irgendein Hobbit nach einem Stein bückte, tat man gut daran, schnell in Deckung zu gehen, wie alle streunenden Tiere sehr wohl wußten."

    "Hobbits waren, wenn es hart auf hart ging, nicht so leicht einzuschüchtern oder umzubringen; und vielleicht waren sie nicht zuletzt deshalb so gleichbleibend erpicht auf gute Dinge, weil sie im Ernstfall darauf verzichten konnten und den Katastrophen, Feinden oder Unbilen des Wetters in einer Weise zu widerstehen vermochten, die jene erstaunte, die sie nicht gut kannten und nicht mehr sahen als ihre dicken Bäuche und wohlgenährten Gesichter."
    Last edited by Angerthas; Aug 11 2011 at 03:15 PM.

  2. #2
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    Sprache und Schrift, Zeitrechnung

    2. Sprache und Schrift der Hobbits: damit haben es Hobbit-Spieler leicht Hobbits haben nämlich keine ganze eigene Sprache mehr, sondern es sind nur mehr wenige alte überlieferte Worte erhalten. Hobbits benutzen zudem die Schriftzeichen, die in Eriador allgemein gebräuchlich sind - zumindest jene Hobbits, die des Schreibens und Lesens mächtig sind; laut Tolkien sind das keineswegs alle!

    Nachdem die Hobbits ihre ersten Niederlassungen in Eriador gegründet hatten (ab ca. 1050 des Dritten Zeitalters), begannen sie das "Westron", die Gemeinsame Sprache der Elben und Menschen, zu sprechen, was wir im Spiel als Deutsch (oder halt die gewählte Client-Sprache) ansehen. Ihre früheren Sprachen, so Tolkien, vergaßen die Hobbits allmählich bis auf einige Wörter wie z.B. Monatsnamen, Tagesnamen oder das berühmte Wort "Mathom" (für Dinge, die Hobbits nicht sofort verwenden können, aber auch nicht gern wegwerfen wollen; sodaß sie sie entweder anhäufen und/oder als Geschenke von Hand zu Hand weitergeben).

    Auch fingen die Hobbits laut Tolkien-Büchern nach ihrer Ansiedelung in Eriador an, ihre Buchstaben nach Art der Dúnedain (die Waldläufer, welche die wenigen Nachkommen der besonderen Menschen-"Rasse" der Númenorer sind, zu der auch Aragorn gehört) zu schreiben, die das ihrerseits von Elben gelernt hatten.

    Die allgemein gebräuchlichen Schriftzeichen sind die Tengwar (oder auch Tîw genannt: die "Buchstaben") und die Certar (oder Cirth: Runen). Bitte zu beachten: Runen sind in Mittelerde keineswegs eine typische "Zwergen-Schrift"; sondern Elben haben sie laut Tolkien "erfunden" und auch Hobbits können sie lesen und schreiben.

    die Zeitrechnung: wir schreiben im Auenland ingame in Lotro/HdRO das Jahr 3018 des Dritten Zeitalters. Laut den Entwicklern ist die Zeit im Spiel eingefroren - was man auch am ständigen Vollmond sieht. Also bleibt es im Auenland nach Turbines Vorstellung offenbar permanent der Herbst des Jahres 3018. (Außer vielleicht in den Scharmützeln und anderen Session-Sequenzen...)

    Die Auenland-Hobbits haben laut Tolkien ihre eigene Jahreszählung, nämlich die "Auenlandzeit". Für Auenland-Hobbits schreiben wir ingame das Jahr AZ 1418. Wie ihr seht, ist die Umrechnung in Auenlandzeit sehr einfach: ihr müßt lediglich 1600 von der Zeitangabe des Dritten Zeitalters (nach Rechnung der Elben, Menschen und Zwerge) abziehen

    Frodo ist im Spiel erst "vor kurzem" - nämlich am 23. September AZ 1418 - aus dem Auenland weggezogen, und Lobelia Sackheim-Beutlin hat Beutelsend übernommen, wie ihr im Ingame-Auenland ja erleben könnt. Praktisch alle Hobbits, vom Auenland bis nach Bree und Stadel, müssen zu dieser Zeit laut Tolkien-Hintergrund und Spiel-Hintergrund galuben, daß Frodo ins Bockland zurück gezogen ist (wo er seine Kindheit verbrachte) und daß er nun dort (in Krickloch) lebt.

    Die allseits bekannte Geschichte aus dem Buch, daß Frodo inzwischen lang weitergereist ist und daß er zudem den Einen Ring bei sich trägt, kann laut der Tolkien-Hintergründe im Auenland niemand wissen, denn Frodos eingeweihte Gefährten sind mit Frodo mitgegangen; Frodo hat sich in Bree als Herr Unterberg ausgegeben, und Dick Bolger hält zudem in Krickloch den Eindruck aufrecht, daß Frodo noch immer dort lebt.

    Also: auch wenn eure Charaktere im Verlauf des Spiels auf Bilbo und Frodos Gruppe treffen, ist es sehr wichtig, deren "derzeitigen" Aufenthaltsort nicht im Rollenspiel in anderen Ländern herumzuerzählen! Verschont also bitte im RP eure Mitspieler-Charaktere mit diesem "Wissen", speziell die im Auenland! Nicht, weil ihr damit ein Zeit-Paradoxon erzeugen könntet, sondern damit ihr im RP nicht andere Spieler vor Logik-Probleme stellt und ihnen OOC-Wissen "aufdrängt", das ihre Charaktere in einem tolkiengerechten Rollenspiel (noch) nicht haben sollten.

    Ganz abgesehen davon, daß einfache Leute aller Rassen nichtmal über die alte Legende der Großen Ringe informiert sein werden, weiß ja laut Tolkien-Hintergrund niemand außer extrem wenigen "Auserwählten" (die Anwesenden bei Elronds Rat, Galadriel, Sauron, Saruman), daß der Eine Ring überhaupt je wiedergefunden wurde...

    Die Zeit rückt im Spiel, wie ihr bemerken werdet, individuell je nach Landschaft weiter - einerseits treffen wir Streicher in Bree, der auf die Hobbits wartet; also noch vor dem 29. September 3018 (das wäre der Tag, an dem Frodo Bree erreicht).

    Nach dem Erledigen einer bestimmten "epischen" Quest ist Streicher aber dann schon wieder weitergezogen; offenbar war also Frodo in Abwesenheit eurer Charaktere in Bree. Auch hat dabei der Überfall der Schwarzen Reiter aufs Pony stattgefunden, und das Hornsignal von Bockland ist erklungen, um Schwarze Reiter aus dem Bockland zu verscheuchen.

    Statt Streicher ist dann Gandalf bei eurer Rückkehr von der besagten Bücher-Quest im Pony anzufinden - das wäre laut Anhängen des Herrn der Ringe am 30.September bis zum 1.Oktober 3018.

    Weitere Zeitverschiebungen ergeben sich dann auch noch im späteren Spielverlauf, der der Reise von Frodo und seinen Gefährten weiterhin folgt. Gelegentlich haben wir bei Saisonsfesten natürlich ebenso Zeit-Diskrepanzen, wenn es z.B. im Auenland zum Frühlingsfest, Lithefest (Sommerfest), Julfest (Weihnachten) kommt oder ähnliches. Naja, MMORPG-Logik halt; ihr kennt das ja

    Wie ihr damit im Rollenspiel umgeht, ist freilich euch überlassen. Am ehesten empfiehlt es sich aber, besser einfach gar nichts darüber zu sagen, falls ihr nicht gerade gemeinsam mit einer Gruppe Saisons-Quests erledigt...

    Rollenspielerisch gesehen sollte es übrigens keine Probleme geben, wenn eure Hobbits in ihrem eigenen Land (Auenland, Bockland, Bree/Stadel) behaupten, ihre Heimat nie verlassen zu haben; denn andere Charaktere können die Stufenanzeigen eurer Figuren ja nicht über ihnen schweben sehen (im Gegensatz zu OOC-Spieler-Wissen, das möglichst niemals ins Rollenspiel hineingemischt werden sollte).

    Daß die Zeit im Auenland "eingefroren" ist, müßte bedeuten, daß man von anderen Ländern aus praktisch in der Zeit zurückreisen müßte, bis man nach Frodos Abreise und noch vor dem Einlangen der menschlichen Strolche aus dem Breeland im Auenland einlangt. Also muß man sich im Lotro-/HdRO-Rollenspiel ohnehin so einige Paradoxen wegdenken
    Last edited by Angerthas; Aug 08 2011 at 10:59 PM.

  3. #3
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    3. "Rassen" der Hobbits

    3. "Rassen" der Hobbits bzw. die möglichen Ingame-Voreinstellungen bei der Charakter-Auswahl.

    Die Vorfahren der Hobbits hatten laut Tolkien einst in den oberen Tälern des Anduin gelebt, östlich des Nebelgebirges, wo auch Gollum herstammt. Zu dieser Zeit hatte es drei Hobbitstämme gegeben - die Harfüße, die Starren und die Falbhäute. Sie wiesen unterschiedliche körperliche Merkmale und Vorlieben auf. Als der große Grünwald sich verdüsterte und sein neuer Name Düsterwald wurde, zogen diese Hobbit-Vorfahren über das Gebirge nach Eriador, wo sich die Stämme dann miteinander vermischten.

    Den Hobbits ist bekannt, daß sie aus diesen drei alten Stämmen herstammen, und sie munkeln auch selbst von "der hat Starrenblut in den Adern", wenn ein Hobbit einen leichten Bartansatz zeigt, oder ähnliches.

    a) die Harfüße waren der ursprünglichste und zahlreichste Hobbitschlag. Sie hatten eine braunere Haut, eine größere Neigung zu Stollen und Höhlen als andere Hobbits. Die Harfüße hatten früher gute Kontakte mit Zwergen gehabt und sich an Berghängen und Hochebenen aufgehalten. Sie zogen als erstes nach Westen und werden dort als "Periannath" im Jahr 1050 des Dritten Zeitalters zum ersten Mal in elbischen Aufzeichnungen erwähnt.

    b) die Falbhäute hatten hellere Haut und helleres Haar als die anderen Stämme, sie waren auch etwas größer und schlanker; ein nördlicherer Stamm und an Zahl die geringsten. Sie hatten ein freundschaftlicheres Verhältnis zu Elben und waren mehr für Sprache, Gesang und Jagd begabt. Sie waren auch etwas kühner und verwegener; so fand man sie häufig als Führer oder Häuptlinge von Sippen. 1150 kamen sie nach Eriador und zogen mit den Harfüßen gemeinsam ca. 1300 nach Bree und ab 1600 ins Auenland.

    In Familien wie den Tuks oder den Herren von Bockland kann man "heute" noch Falbhautblut feststellen. Gerade in diesen Familien kommt es laut Tolkiens "kleinem Hobbit" vor, daß sich ab und zu ein Angehöriger in Abenteuer stürzt, indem er heimlich verschwindet und die Familie das vertuscht. Wie beispielsweise Hildifons, der nie von einer Fahrt zurückkehrte, oder Isengar, der in seiner Jungend angeblich "zur See" gefahren sein soll. Dadurch sind die Tuks für viele Hobbits nicht ganz so "respektabel" wie andere Familien, obwohl sie sehr reich und auch überaus einflußreich im Auenland sind (sie stellen immerhin schon lange den "Thain" des Auenlandes).

    c) die Starren waren derber und kräftiger gebaut, hatten weniger Scheu vor Menschen und hielten sich viel an den Ufern des Anduin sowie später an anderen Flußufern auf. Sie sind das einzige Hobbitvolk, das dazu neigt, leichten Flaum auf den Wangen zu haben. Viele von ihnen sind heute im Ostviertel zu finden, in Bruch und auch im Bockland. Sie erreichten ca. 1150 Eriador über den Rothornpaß, sie gingen zunächst nach Dunland und in den "Winkel".

    Die Starren kamen knapp nach den Falbhäuten dann auch ins Auenland, ca. 1630 (AZ 30) und siedelten sich im Ostviertel an, nahe des Brandyweins (auf Elbisch "Baranduin"). Die Hobbits im Ostviertel sind wegen ihres Starren-Einschlags noch "heute" ziemlich hochgewachsen und plumpfüßig, und bei Matschwetter tragen manche sogar Zwergenstiefel. Die Leute im Bruch und in Bockland haben zudem noch viele eigentümliche Namen und seltsame Wörter, die sich sonst im Auenland nicht finden, weil die Starren dort deutlich später im Auenland eingetroffen waren als die anderen Stämme vor ihnen.

  4. #4
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    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Auenland

    4. Herkunftsorte: für Hobbits sind Ingame bei der Charakter-Erschaffung keine möglichen Heimatlande festgelegt wie für die anderen Rassen. Ihr könnt euren Hobbit aus dem Auenland stammen lassen, wie es die meisten tun; aber im Prinzip auch durchaus aus dem Bockland oder aus Stadel bei Bree, denkbar wäre außerdem noch Bree selbst. Laut Tolkien-Hintergrund werden keine weiteren Hobbit-Siedlungsgebiete angegeben; nur im Spiel gibt es dazuerfundene Hobbit-Ansiedlungen in Enedwaith, in den Ettenöden und einzelne Hobbits über ganz Eriador verstreut...

    Wie ihr das Intro fürs Rollenspiel auslegt, ist eure Sache - vielleicht hat euer Charakter das alles nur geträumt, vielleicht ist es eine Erzählung, die euer Char von anderen gehört hat? Immerhin wäre es doch ein klein wenig unlogisch, wenn jeder einzelne Spieler-Hobbit von vielen Hunderten erzählt, daß er von Räubern nach Archet verschleppt und beim großen Brand von Archet anwesend gewesen wäre und obendrein eine wichtige Rolle dabei spielte. Das wäre ja sonst insgesamt eine ganze Hobbit-Armee gewesen

    a) Auenland:

    Das Auenland erstreckt sich von den Fernen Höhen bis zur Brandyweinbrücke vierzig Wegstunden weit, und fünfzig Wegstunden von den Mooren im Norden bis zu den Marschen im Süden. Das Auenland teilt sich in vier Teile, das Viertel: Nord-, Süd-, Ost- und Westviertel; und diese teilen sich wiederum in eine Reihe von Stammesländer, die noch die Namen einiger der alten führenden Familien tragen (Edelhobbits): Beutlins, Boffins, Bolgers, Brandybocks, Grubers, Hornbläsers, Lochners, Pausbackens, Sackheims, Stolzfußens, Straffgürtels und Tuks, also etwa "Tukland". Außerhalb der Viertel gibt es noch die Ost- und Westmarken. Bockland zählt eigentlich nicht mehr zum Auenland selbst.

    Die Erde im Auenland ist reich und fruchtbar. Tolkien beschreibt das so: "In diesem erfreulichen Erdenwinkel widmeten sich die Hobbits ihrer geordneten Arbeit, die darin bestand zu leben, und um die Welt draußen, wo dunkle Dinge vor sich gingen, kümmerten sie sich immer weniger, bis sie schließlich glaubten, Frieden und Überfluß seien die Regel in Mittelerde und ein Recht, das allen vernünftigen Leuten zustehe."

    "Zu keiner Zeit waren die Hobbits kriegslüstern gewesen, und untereinander hatten sie sich nie bekämpft. Obwohl es noch immer einige Waffenbestände im Auenland gab, wurden sie jetzt zumeist als Siegeszeichen angesehen, hingen über der Feuerstelle oder an den Wänden oder waren im Museum (Mathom-Haus) von Michelbinge untergebracht."

    Zur Zeit kann man laut Tolkien im Auenland "kaum von einer Regierung sprechen". Die meisten Familien regeln ihre Angelegenheiten selbst. Nahrung anzubauen und sie aufzuessen nimmt den größten Teil der Zeit für Hobbits in Anspruch. In anderen Dingen sind sie gewöhnlich großzügig und nicht gewinnsüchtig, sondern zufrieden und bescheiden, so daß Güter, Höfe, Werkstätten und kleine Gewerbebetriebe generationenlang unverändert bleiben.

    Alle Gesetze der Hobbits (sie nennen sie "Die Regeln") führen sie auf den König von ehedem zurück und befolgen sie aus freien Stücken. Hobbits sagen von ungesitteten Leuten und boshaften Geschöpfen (etwa von Trollen); die "hätten wohl nichts vom König gehört".

    Die Hobbits im Auenland wählen (seit 1979 = AZ 379) als ihr "Oberhaupt" einen "Thain", der die Machtbefugnis des früheren menschlichen Königs von Arnor offiziell innehat, den es ja schon seit dem Fall von Fornost/Norburg lange nicht mehr gibt.

    Das Amt des Thain wird inzwischen schon seit Generationen (2340, AZ 740) vom jeweiligen Familienoberhaupt der Tuks getragen (der derzeitige Thain ist im Süden des Auenlands im Tukland in den Groß-Smials der Tuks zu finden). Der Thain ist (eher ehrenamtlich) der Vogt der Volksversammlung vom Auenland und Hauptmann der Auenland-Heerschau, welche nur in Notzeiten abgehalten werden.

    Die Polizisten und Wachen der Auenländer Hobbits nennen sich "Landbüttel"; man erkennt sie an ihrer Feder an der Mütze. "Natürlich hatten sie keine Uniformen (so etwas war völlig unbekannt), sondern nur eine Feder an der Mütze; und sie waren praktisch eher Feldhüter denn Polizisten, da sie sich mehr um streunende Tiere als um Leute kümmerten. Im ganzen Auenland gab es für den Inlandsdienst nur zwölf, drei in jedem Viertel." So jedenfalls erzählt Tolkien.

    Eine größere Anzahl, die je nach Bedarf schwankt, schreitet die Grenzen ab - die "Grenzer". Sie müssen dafür sorgen, daß sich Ausländer aller Arten, ob groß oder klein, nicht unliebsam aufführen. Die Zahl der Grenzer erhöht sich gerade stark, denn es gehen heutzutage viele Berichte über fremde Geschöpfe und Unruhestifter ein, die an den Grenzen herumschleichen oder sie sogar überschreiten. Aber laut Buch "beachteten wenige das Zeichen, und nicht einmal Bilbo hatte eine Ahnung, was es bedeutete."

    "Immerhin", fuhr Sam fort, "kannst du nicht leugnen, daß nicht nur unser Halfast, sondern auch andere Leute seltsames Volk durch das Auenland haben ziehen sehen - hindurchziehen, bedenke: mehr noch werden an den Grenzen zurückgeschickt. Die Grenzer haben niemals so viel zu tun gehabt wie jetzt."

  5. #5
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    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Auenland 2

    4 a) noch etwas mehr zu den Auenländer Hobbits:

    Die Hobbits im Auenland haben außer dem Thain (ihr Oberhaupt) auch einen Bürgermeister in Michelbinge, der hauptsächlich Festessen vorsteht - derzeit Willi Weißfuß. Er wird alle sieben Jahre am Mittsommertag (Lithe) gewählt.

    Die Ämter des Postmeisters und des Ersten Landbüttels sind mit dem Bürgermeisteramt verbunden. Wobei die Briefträger weit zahlreicher sind als die Landbüttel und die bei weitem stärker beschäftigten. Hobbits sind sehr fleißige Briefeschreiber; zumindest die, die schreiben können, was beileibe nicht alle sind. Aber diejenigen, die es waren, schrieben ununterbrochen an ihre sämtlichen Freunde (und an einige unter ihren Verwandten), die weiter als einen Nachmittagsspaziergang entfernt wohnten.

    Die Hobbits aus dem Auenland, so erzählt uns Tolkien, reisen heute selten und sind mißtrauisch gegenüber den "Außenseitern" (= alle Hobbits außerhalb des Auenlandes) geworden - obwohl es früher zwischen Bree und Auenland ein ständiges Kommen und Gehen der Hobbit-Verwandtschaft gegeben hatte.

    Die Hobbits im Auenland tratschen im Spiel heute noch immer über den (ingame kürzlich stattgefundenen) Verkauf von Beutelsend an Lobelia Sackheim-Beutlin und ihren Sohn Lotho. Von Frodo aber wissen sie nicht mehr, als daß er zurück nach Bockland gezogen ist, wo er lebte, bevor ihn Bilbo adoptierte.

    Allerdings sollten sich wohl viele Hobbits (so wie auch manche NPCs, die ingame darüber reden) an das große Geburtstagsfest des verrückten alten Bilbo Beutlin vor 17 Jahren erinnern (im Jahr 3001, AZ 1401), als Bilbo 111 wurde und danach verschwunden war. Es gab ein tolles Feuerwerk beim Fest, Geschenke fürs ganze Auenland und unglaublich viel zu essen auf der Wiese beim großen Fest-Baum in Hobbingen. Bilbo Beutlin soll bei dem Fest in einem Blitz verschwunden sein. Allgemein wird gemutmaßt, daß der alte Gandalf etwas damit zu tun hat; von dem man im Auenland nur weiß, daß er ein "Zauberer" ist.

    Der alte Beutlin ist sicher wieder mal mit den Zwergen losmarschiert, wird hier und dort vermutet. Das hat er vor vielen Jahren (im Jahr 2941, AZ 1341) schon mal gemacht und ist ein Jahr später mit vielen Schätzen zurückgekehrt; gerade, als man ihn schon für tot erklärt hatte und die Sackheim-Beutlins ihr Erbe antreten wollten. An Bilbo Beutlin war ja vieles "verdächtig"; seine Wanderungen, sein Kontakt zu Zwergen - und auch, daß er noch so jung ausgesehen hatte mit 111. Tolkien schreibt im "kleinen Hobbit", daß Bilbo durch diese Reisen und Kontakte seinen guten Ruf im Auenland verloren hatte und nicht mehr als ganz respektabl galt; er wurde von allen Hobbits seiner Nachbarschaft für verschroben gehalten - ausgenomen von seinen Neffen und Nichten von der Tukseite. Mancher schüttelte gar den Kopf, tippte sich an die Stirn und sagt: "armer alter Beutlin".

    Nicht viele Hobbits können übrigens laut Tolkien schwimmen und sie betrachten selbst Flüsse und kleine Boote mit tiefem Argwohn. Das gilt besonders für die Hobbits aus dem Auenland; denn sie sehen die Bockländer, von denen manche mit Booten am Brandywein fahren, als ziemlich verrückt an. Frodos Eltern sind im übrigen Bockländer gewesen und beim Bootsfahren ertrunken. Das Meer ist zudem für die meisten Hobbits ein Sinnbild des Todes.

  6. #6
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    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Bockland

    4. Herkunftsorte

    b) Bockland: die Bockländer Hobbits haben im Gegensatz zu auenländischen Hobbits weit weniger Scheu vor Wasser und fahren mit Booten. Bekannt ist auch die Bockländer Fähre südlich der Brandyweinbrücke. Einige Bockländer (aber nicht alle) können sogar schwimmen! Aber nicht alle, wie die bedauernswerten Eltern von Frodo, die beim Bootsfahren ertranken.

    Bockland ist in Freundschaft mit Bruch verbunden (dort, wo Bauer Maggot lebt). Wie viele im Ostviertel sind auch die Bockländer weitgehend von Starrenblut. Sie sind hochgewachsen, derb, kräftig und plumpfüßig; einige männliche Bockländer haben sogar leichten Flaum auf den Wangen (andere Hobbits haben nichtmal eine Andeutung von Bart). Mancher im Bockland trägt außerdem gelegentlich bei Matschwetter Zwergenstiefel und es sind noch viele eigentümliche Namen und alte Worte im Bockland erhalten, die im Auenland sonst nicht zu hören sind.

    Während das Auenland seinen "Thain" als Oberhaupt hat und auch einen Bürgermeister (von Michelbinge), hat Bockland seine eigenen "Herren". Und zwar das jeweilige Oberhaupt der Familie Brandybock, der auch "Schloßherr" genannt wird. Das "Brandyschloß" wurde von Gorhendad Altbock (eine der ältesten Familien des Bruchs oder sogar des Auenlands) im Jahr 2340, AZ 740 gegründet, der danach seinen Namen von Altbock in Brandybock änderte. Weitere Familien siedelten sich dort an und auf diese Weise entstand das Bockland, mit Bockenburg als Hauptdorf.

    Die Bockländer sind stolz auf den "Hohen Hag" - ihre große Hecke zum Alten Wald hin, die schon vor Generationen gepflanzt worden war und ständig gepflegt wird. Es heißt, daß die Bäume des Alten Waldes vor langer Zeit die Hecke angegriffen haben und sich hineingepflanzt hatten. Aber die Hobbits fällten daraufhin Hunderte von Bäumen und machten ein großes Feuer im Alten Wald, wovon heute noch eine kahle Lichtung zeugt - die Bäume zogen sich wieder zurück und sind seither unauffällig.

    Torwächter stehen an den Eingängen zu Bockland, und die Bockländer halten nach Einbruch der Dunkelheit ihre Türen verschlossen, was im Auenland nicht üblich ist. Sie hüten sich zudem noch immer vor dem Alten Wald. Allerdings haben die Brandybocks ihren - nicht allgemein bekannten - geheimen Eingang zum Wald, denn einige von ihnen sind recht wagemutig und ähnlich abenteuerlustig wie so mancher Tuk.

    In Bockland gab es - im Spiel erst kürzlich, weil man das in einer der epischen Bücher-Quests erfährt - in der Nacht am 30. September 3018 (AZ 1418) einen großen Aufruhr. Das Hornsignal von Bockland war erklungen, das seit hundert Jahren nicht mehr vernommen worden waren, als seinerzeit die weißen Wölfe in dem grausamen Winter gekommen waren, da der Brandywein zugefroren gewesen war.

    Das Horn wurde geblasen, weil Dick Bolger aus Krickloch zu seinen Nachbarn gelaufen gekommen war und aus seinen gestammelten Worten geschlossen worden war, daß das Bockland angegriffen wurde! Viel Volk war in dieser Nacht auf die Straßen hinaus gelaufen, und die Wachen am Nordtor waren von drei seltsamen großen Schwarzen Reitern niedergeritten worden, die das Bockland damit für immer verließen.

    Auch aus dem befreundeten Bruch (Bauer Maggot) mag berichtet worden sein, daß diese schwarzen Gestalten nach "Beutlin" herumgefragt hatten. Aber vermutlich würde jeder Hobbit dabei sofort nur an den alten verrückten Bilbo Beutlin denken, der bekannt gewesen war für seine früheren "Abeneuer"-Reisen, seine seltsamen Kontakte zu fremdem Volk, auch für das große Geburtstags-Fest mitsamt seinem Verschwinden und auch für die Gerüchte über seine Schätze in Beutelsend...

    Dick Bolger tut derzeit alles, um den Anschein zu wahren, daß Frodo noch immer in Krickloch lebt. Nach dem Hornsignal von Bockland wurde er von Gandalf aufgesucht; und laut Tolkien gab es keinerlei Andeutungen, daß im Bockland jemals bekannt wurde, daß Frodo schon wieder von dort weg gewandert war.

  7. #7
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    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Breeland

    4. Herkunftsorte

    c) Breeland: die Mehrzahl der breeländischen Hobbits lebt in Stadel, aber einige auch auf den höheren Hängen in Bree selbst. Das Große und das Kleine Volk stehen im Breeland auf freundschaftlichem Fuß, mischen sich aber nicht in die Angelegenheiten der jeweils anderen ein.

    Die Hobbits in Bree behaupten, daß Bree die älteste Hobbitsiedlung der Welt sei - und vermutlich haben sie recht damit, was Eriador westlich des Nebelgebirges angeht. Das Hobbit-Breevolk wandert heute nicht mehr viel, höchstens mal zu einem Besuch nach Bockland oder gerade mal ins Ostviertel; obwohl es früher ein ständiges Kommen und Gehen zwischen Bree und dem Auenland gab.

    Die Bree-Hobbits sind recht wohlhabend, wohlanständig und sehr freundlich. Sie bezeichnen die Auenländer Hobbits als "Siedler".

    Die Hobbits im Breeland unterstehen niemandem, werden aber wohl auch von den Breeländer Menschen mit-geschützt sowie von der dichten Hecke und dem Graben um Bree herum. Die Bree-Tore in der Hecke werden eigentlich laut Tolkien bei Nacht geschlossen, deswegen gibt es Pförtnerhäuschen für die Torwächter daneben.

    Die Ingame-Zeit gerät in Bree etwas durcheinander: einmal treffen unsere Charaktere auf Streicher, wie er auf Frodo wartet (also noch vor dem 29. September 3018, wenn Frodo Bree erreicht), und beim nächsten Mal treffen wir ein, zwei Tage später Gandalf nach Frodos Abreise, während wir Frodo selbst in Bree aber nie erblicken können...

    Alle Bree-Hobbits wissen bestimmt, daß in den frühen Morgenstunden des 30. September 3018 (AZ 1418) Bree in heller Aufruhr war. Das tänzelnde Pony war überfallen worden, ein Gästezimmer verwüstet, und noch schlimmer: die Stalltüren waren aufgebrochen worden, alles Vieh war weggetrieben worden. Zum Glück waren hauptsächlich die Reittiere der fremdländischen Gäste betroffen gewesen...

    Erst in den nächsten Tagen konnten die Tiere bis auf ein einziges Pferd in allen Winkeln den Breelandes wiedergefunden werden. Die zwei Ponys der Hobbit-Gäste, deren Zimmer überfallen worden war, sind noch nicht zurückgekehrt. (Die kommen erst später wieder, weil sie zu Tom Bombadil gelaufen sind, der sie wiederum in der Zukunft nach Bree zum Pony schicken wird.)

    Es wird vielleicht in Bree auch von vermummten Gestalten gemunkelt, die am Vortag im Dorf gesichtet wurden. Am allermeisten aber wurde der Missetat mit den Stall-Tieren ein schielender Südländer verdächtigt, der im Laufe der Nacht verschwunden war, dessen Namen aber niemand kannte. Jemand sehr Aufmerksamer könnte aber die Augen des Südländers jenseits der Hecke von Lutz Farnings Haus gesehen haben...

    Sicher ist, daß vier Hobbitreisende wegen des Verlustes ihrer Ponys ein Pack-Pony vom übellaunigen Menschen Lutz Farning kaufen mußten, und daß diese vier Hobbits in Begleitung des (in Bree sehr verdächtigen) Waldläufers Streicher in Richtung Archet davongingen. Womöglich wurde auch herumerzählt, daß einer dieser Reisenden "Unterberg" hieß, und ein anderer ein Brandybock war.

    Von Waldläufern wird in Bree übrigens gemunkelt, daß sie die Sprachen der Tiere sprechen, und ganz allgemein seltsame Gesellen seien, die eigenartige Geschichten zu erzählen wußten - wenn sie denn mal etwas erzählen mochten. Von einem der Hobbitreisenden wird außerdem sicherlich berichtet, daß er im tänzelnden Pony nach dem Tanzen und Singen auch ein "Verschwindekunststück" gezeigt hatte, das manche Zuseher erschreckt hatte.

    Viel neugieriges Volk aus allen vier Breedörfern hatte das Davongehen der vier Hobbits unter Begleitung des Waldläufers begafft, bis die Reisenden offenbar in Richtung Archet weitergingen.

  8. #8
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    5. Geschichte der Hobbits

    5. Die Geschichte der Hobbits:

    Generell muß gesagt werden: keineswegs jeder Hobbit wird so "gebildet" sein, daß er über die Geschichte seines Volkes Bescheid weiß! Besonders wenn man berücksichtigt, daß laut Tolkien nicht jeder im Auenland "seine Buchstaben" kennt, also daß es doch einige Analphabeten unter den Hobbits gibt. Zudem gibt diese Zusammenfassung Fakten wider, die zum Teil im Buch als von Gandalf "recherchiert" erzählt werden, die also nach den Buchereignissen und nicht während der Zeit des Spiels erst allgemein bekannt werden dürften.

    Es wird im Buch "der Herr der Ringe" erwähnt, daß erst nach dem Fall Saurons die Hobbits am Ende des Dritten Zeitalters sich sehr viel mehr für ihre eigene Geschichte interessierten, und viele der bisher hauptsächlich mündlichen Überlieferungen gesammelt und niedergeschrieben wurden, sodaß mehrere Bibliotheken entstanden, die viele geschichtliche Bücher und Aufzeichnungen besaßen.

    Tolkien äußert als Erzähler im "Herrn der Ringe" seine Vermutung, daß die Hobbits eher mit Menschen verwandt sein mögen als mit Elben oder Zwergen; jedoch ist das genaugenommen eine reine OOC-Äußerung und nichts, was in irgendwelchen Aufzeichnungen oder gar Gerüchten von Mittelerde verankert wäre. Diese Aussage im Rollenspiel zu erzählen, wäre also eine im RP verpönte Einmischung von Spieler-Wissen - und würde zudem völlig ohne Indizien oder gar Beweise dastehen.

    Die Vorfahren der heutigen Hobbits, so wird es zumindest später in Mittelerde bekannt werden, kamen offenbar aus den oberen Tälern des Anduin nach dem Verdüstern des Grünwaldes über das Nebelgebirge nach Eriador. Der Stamm der Harfüße war wohl der erste, der Eriador erreichte; er wurde 1050 DZ unter dem Namen "Periannath" von den Elben und Menschen westlich des Gebirges kennengelernt. Die Falbhäute kamen ca. 1150 hinterher, die Starren zuletzt 1630 von Dunland herauf, als sich die anderen Hobbits schon im Auenland angesiedelt hatten.

    In den Westlanden von Eriador fanden die Hobbits Menschen und Elben vor, sogar einen Rest der Dúnedain (Waldläufer, Nachkommen der besonderen Menschen-"Rasse" Númenorer), deren Zahl sich aber bereits verringerte. Das nördliche Königreich Arnor war dabei, zu veröden; und es gab Raum genug für Einwanderer. Eine der ersten Hobbit-Siedlungen war in Bree im Chetwald, das die Hobbits / Periannath ca. 1300 erreichten.

    Im Jahr 1600 des dritten Zeitalters der Menschen ersuchten und erhielten die Falbhäute-Brüder Marcho und Blanco vom damaligen Menschen-König in Fornost, Argeleb II. die Erlaubnis, westlich des Flusses Baranduin zu siedeln. In diesem Jahr überschritten die Hobbits den Baranduin, den sie Brandywein nannten, und besiedelten das Auenland, wie sie es nannten. Und sie begannen im selben Jahr mit ihrer eigenen Auenland-Zeitrechnung. Es steht zu vermuten, daß die Statue in Michelbinge von Lotro/HdRO die beiden Brüder zeigt.

    Bald verschwanden die Hobbits wieder aus der Geschichte der Menschen und Elben. Auch wenn sie behaupten, zur Schlacht bei Fornost (das die Hobbits "Norburg" nennen) Bogenschützen geschickt zu haben, ist das jedoch in keinem menschlichen Geschichtsbuch verzeichnet. (Spoiler: im Spiel gibt es eine Quest in Fornost, bei der man allerdings tatsächlich Hobbitskelette mit Pfeilspitzen finden kann.)

    Nachdem im Krieg mit dem Herrn der Hexen von Angmar 1974 das nördliche Menschen-Königreich Arnor durch den Fall von Arthedain und Fornost endete, nahmen sich die Hobbits das Auenland zu eigen. Ein Jahr später wurde der Hexenkönig dann in der Schlacht von Fornost von Eänur besiegt und vertrieben.

    Tausend Jahre lang lebten die Hobbits in ihrem Bezirk zufrieden, nur im AZ 37 gab es eine Schwarze Pest, und zwischen AZ 1158-60 den Langen Winter und eine darauffolgende Hungersnot, in der viele Tausende starben.

    Im Jahr AZ 1147 war dann die Schlacht von Grünfeld; die letzte Schlacht und die einzige innerhalb des Auenlands, nachdem die Hobbits es besiedelt hatten. Bandobras "Bullenrassler" Tuk (lebte von AZ 1104-1206) schlug dabei einen Angriff einer Orkbande im Nordviertel ab. Bullenrassler maß vier Fuß und fünf Zoll und war damit so groß, daß er ein Pferd reiten konnte.

    Im "kleinen Hobbit" wird Bandobras auch "Stierbrüller" genannt. Er war der Urgroßonkel von Bilbo, und hatte am Berg Gram in der Schlacht auf den "Grünen Feldern" Golfimbul, dem Anführer der Goblins, mit einer hölzernen Keule glatt den Kopf abgeschlagen. Der Kopf war 100 Meter durch die Luft gesegelt und in ein Kaninchenloch gefallen - so wurde auch gleichzeitig das Golfspiel erfunden, erwähnt Tolkien

    Sogar das Klima ist seither milder geworden, und die Wölfe, die einst in bitterweißen Wintern heißhungrig aus dem Norden gekommen waren, sind heute ein Großvatermärchen. (Naja, so wäre es zumindestens laut Buch! Im Spiel findet ihr im Auenland heute ja auf Schritt und Tritt wilde Wölfe, Keiler, Bären und anderes aggressives Getier; und sogar Erntefliegen oder Spitzmäuse können in Herr der Ringe Online einen Hobbit töten, wenn er sich nicht wehrt...)

    Noch immer werden die Hobbits (was man im Spiel nur am Grünfeld bemerkt) von den Waldläufern (wie schon mal gesagt, ist das mit Bedacht keine Spieler-Menschen-Rasse, sondern es sind die langlebigen und abgesondert lebenden Nachkommen der Númenorer!) beschützt. Doch die Hobbits wissen laut Tolkien nichts (mehr) davon!

    Vermutlich wissen sogar nur wenige auenländische Hobbits, daß es Waldläufer überhaupt gibt; denn einerseits leben diese laut Tolkien verborgen, besuchen nur sehr selten das tänzelnde Pony in Bree, und andererseits ist das Mißtrauen der Hobbits gegenüber anderen Rassen hoch - im Buch Herr der Ringe kommt das sehr deutlich heraus, und auch im Spiel ist es ja eigentlich an den Bemerkungen der Hobbit-NPCs deutlich ersichtlich, wenn ihr einmal darauf achtet!

  9. #9
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    Hobbits und andere Völker: eine Zitatesammlung aus Tolkiens Büchern

    6. Hobbits und andere Völker:

    Die westlichen Hobbits (= im Auenland) verliebten sich sogleich in ihr neues Land und blieben dort, und bald verschwanden sie wiederum aus der Geschichte der Menschen und Elben. Solange es noch einen König gab, waren sie dem Namen nach seine Untertanen, aber in Wirklichkeit wurden sie von ihren eigenen Hauptleuten regiert und mischten sich überhaupt nicht in die Ereignisse der Welt draußen ein. ... und um die Welt draußen, wo dunkle Dinge vor sich gingen, kümmerten sie sich immer weniger ... Sie vergaßen oder beachteten nicht das wenige, was sie je von den Wächtern gewußt hatten und von der Mühsal jener, die den langen Frieden im Auenland ermöglichten.

    a) Hobbits und Zwerge:

    Oft sah man Frodo die fremden Wanderer, die zu dieser Zeit im Auenland auftauchten, ein Stück begleiten und sich mit ihnen unterhalten. Elben, die selten im Auenland wanderten, sah man jetzt des Abends westwärts durch die Wälder ziehen, sie gingen und kehrten nicht mehr zurück; denn sie verließen Mittelerde und nahmen keinen Anteil mehr an ihren Wirren.

    Indes waren Zwerge in ungewöhnlicher Zahl auf der Straße. Die alte Ostweststraße, die bei den Grauen Anfurten endete, führte durch das Auenland, und die Zwerge hatten sie immer auf dem Weg zu ihren Bergwerken im Blauen Gebirge benutzt. Für die Hobbits waren sie die Hauptquelle für Nachrichten aus fernen Gegenden - wenn sie welche hören wollten: in der Regel sagten Zwerge wenig, und Hobbits fragten auch nicht mehr.

    Aber Frodo traf jetzt oft fremde Zwerge aus fernen Ländern, die im Westen Zuflucht suchten. Sie waren besorgt, und manche sprachen im Flüsterton von dem Feind und dem Lande Mordor. ... Wenig von alledem drang natürlich bis zu den Ohren der gewöhnlichen Hobbits. Aber selbst die Taubsten und die hartnäckigsten Stubenhocker hörten sonderbare Erzählungen; und diejenigen, die an den Grenzen ihren Geschäften nachgingen, sahen merkwürdige Dinge.

    b) Hobbits über Elben:

    Und nachdem die Hobbits schon längere Zeit im Auenland gelebt hatten, sprachen sie immer seltener und seltener mit den Elben, begannen sich vor ihnen zu fürchten und mißtrauten jenen, die sich mit ihnen einließen ...

    Sam: "... Und ich habe gehört, daß die Elben nach Wesen ziehen. Sie sagen, sie gehen zu den Häfen, weit jenseits der Weißen Türme." Sam machte eine ungenaue Bewegung mit dem Arm: weder er noch irgendeiner von ihnen wußte, wie weit es zum Meer war, an den alten Türmen vorbei jenseits der Westgrenzen des Auenlands. Doch war seit alters her bekannt, daß dort die Grauen Anfurten lagen, wo dann und wann Elbenschiffe ihre Segeln setzten, um niemals zurückzukehren. ...

    Aber Timm lachte. "Na, das ist doch nichts Neues, wenn du den alten Erzählungen glaubst. Und ich sehe nicht ein, was es mir oder dir ausmachen soll. Laß sie doch segeln! Aber ich bin sicher, daß du sie nicht dabei beobachtet hast; und überhaupt keiner aus dem Auenland." "Nun, ich weiß nicht", sagte Sam nachdenklich. Er glaubte einmal im Wald einen Elben gesehen zu haben und hoffte immer noch, eines Tages mehr von ihnen zu sehen.

    Frodo: "Ja, es sind Elben. Man trifft sie manchmal im Waldende. Sie leben nicht im Auenland, sondern wandern hier nur im Frühling und Herbst, wenn sie aus ihren eigenen Landen jenseits der Turmberge kommen. ... " "Das sind Hochelben! Sie sprachen den Namen Elbereth aus! Wenige von diesem edelsten Volk sind je im Auenland zu sehen. Nicht viele weilen noch in Mittelerde, östlich des Großen Meeres. ..."

    Gildor Inglorion: "... Die Elben haben ihre eigene Bürde zu tragen und ihre eigenen Sorgen, und sie kümmern sich wenig um die Wege der Hobbits oder irgendwelcher anderen Geschöpfe auf der Welt. Unsere Pfade kreuzen die ihren selten, aus Zufall oder Absicht. ..."

    c) Hobbits über Menschen:

    "Aber was hat einer von den Großen Leuten mit uns zu tun?" fragte Pippin. "Und was tut er überhaupt in diesem Teil der Welt?" "Hier gibt es ein paar Menschen", sagte Frodo. "Unten im Südviertel haben die Hobbits Ärger mit Großen Leuten gehabt, glaube ich. ..."

    Der Ohm über den Schwarzen Reiter: "Da war ein seltsamer Kauz hier und hat nach Herrn Beutlin von Beutelsend gefragt,und er ist gerade erst weg. ... Ich weiß nicht, aber er war kein Hobbit. Er war groß und irgendwie schwarz, und er beugte sich über mich. Ich nehme an, er war einer von den Großen Leuten aus fremden Gegenden. Er sprach so komisch."

    d) über Hobbits, die unterwegs sind:

    Ein Fuchs, der in eigener Sache durch den Wald zog, blieb einige Minuten stehen und schnüffelte. "Hobbits!" dachte er. "So, und was noch? Ich habe von merkwürdigen Dingen in diesem Land gehört, aber selten habe ich gehört, daß ein Hobbit im Freien unter einem Baum schläft. Drei sogar! Da steckt etwas höchst Sonderbares dahinter." Er hatte ganz recht, aber niemals hat er mehr darüber herausgefunden.

    "Das ist ja wirklich verwunderlich, sagten die Elben. "Drei Hobbits bei Nacht im Walde! So etwas haben wir nicht mehr gesehen, seit Bilbo wegging. Was bedeutet das?" ... "Wir brauchen keine andere Gesellschaft, und Hobbits sind so langweilig" lachten sie. ...

    Das Breevolk, groß und klein, wanderte selbst nicht viel und kümmerte sich hauptsächlich um das, was in den vier Dörfern (Bree, Stadel, Schlucht, Archet) geschah. Dann und wann kam ein Bockländer oder ein abenteuerlustiger Tuk für ein oder zwei Nächte in das Gasthaus, doch selbst das geschah immer seltener.

    Gelegentlich machten die Hobbits von Bree einen Besuch in Bockland oder im Ostviertel; aber obwohl ihr kleines Land nicht viel weiter als einen Tagesritt östlich der Brandyweinbrücke lag, kamen die Hobbits aus dem Auenland jetzt selten nach Bree. Die Hobbits im Auenland bezeichneten diejenigen in Bree und alle anderen, die außerhalb ihrer Grenzen lebten, als Außenseiter und nahmen sehr wenig Anteil an ihrem Ergehen, fanden sie langweilig und ungehobelt.

    "Wir sehen nicht oft Leute aus dem Auenland nachts auf der Straße reiten", fuhr er (der Torhüter von Bree) fort, als sie einen Augenblick an seiner Tür anhielten.

  10. #10
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    7. weiteres Wissenswerte über Hobbits

    7. was man sonst noch als Hobbit-Spieler wissen sollte:

    Hobbits laufen bekanntlich barfüßig, ihre Fußsohlen sind hart wie Leder, und ihre Füße mit wolligen Haaren bewachsen. Das einzige Handwerk, das bei Hobbits wenig ausgeübt wird, ist daher die Schuhmacherei (laut HdR jedenfalls; im kleinen Hobbit steht noch, daß sie Schuhe überhaupt nicht kennen). Von den Bewohnern des Ostviertels wird allerdings sogar (im HdR) berichtet, daß sie bei Matschwetter Zwergenstiefel tragen.

    Hobbits hatten wohl in alter Zeit immer schon in Erdhöhlen gelebt - oder sie glauben es wenigstens. Reiche Familien leben noch heute in sehr weitläufigen und bequem eingerichteten "Smials" unter Hügeln. Und auch die ärmsten leben in Höhlen, allerdings sehr primitiven mit nur einem oder sogar gar keinem Fenster. Aber mit der Zeit mußten sich die Hobbits ermangels ausreichend vieler Hügel mit anderen Bauten abfinden; daher entwickelten sie ihre typische rundlich-bauchige oberirdische Bauweise mit runden Fenstern und Türen.

    Alte Waffenbestände hängen heute verrostend an den Wänden oder im Museum von Michelbinge. Dieses wird "Mathom-Haus" genannt - denn alles, was Hobbits nicht direkt verwenden, aber nicht wegwerfen wollen, nennen sie Mathoms. Diese Dinge häufen sie an und schenken sie von Hand zu Hand weiter, beispielsweise bei Geburtstagen, an denen die Geburtstagskinder ihren Gästen Geschenke machen und nicht umgekehrt.

    Hobbits rauchen Pfeifenkraut, das sie "Blatt" nennen. Sie behaupten, das sei eine "Kunst", die sie erfunden hätten. Tobold Hornbläser aus Langgrund im Südviertel hat in den Tagen von Thain Isegrim dem Zweiten (um das Jahr AZ 1070) als erstes in seinem Garten echtes Pfeifenkraut gezogen. Das beste einheimische Blatt soll noch immer aus dem Südviertel kommen, besonders die als Langgrundblatt, Alter Tobi und Südstern bekannten Sorten.

    Aber auch die Hobbits von Bree nehmen für sich in Anspruch, die ersten wirklichen Pfeifenkraut-Raucher gewesen zu sein. Das wird übrigens von einigen Pfeifenkraut-Kundigen bestätigt, die glauben, daß sich von Bree aus der Brauch des Rauchens durch Wanderer verbreitet hat. Die Pflanze selbst stammt aus dem Süden, aus Gondor. Dort wird das Kraut "süße Galenas" genannt. Aber sogar der Zauberer Gandalf ist der Ansicht, daß Hobbits die ersten waren, die es in eine Pfeife stopften.

    Hobbits sind nicht "gläubig", auch wenn sie wohl von den Valar gehört haben mögen. Der älteste Hobbit wurde 130 Jahre alt; es war der alte Tuk, Gerontius Tuk, der lebte von AZ 1190-1320. Mit 33 werden Hobbits mündig (volljährig) und sind dann auch erbberechtigt.

    Hobbits wurden zu "Fants", das heißt sprech- und gehfähig, an ihrem dritten Geburtstag. Fants blieben Hobbits, bis sie 20 oder 21 Jahre alt waren, dann kamen sie in ihre "Zwiens". Sobald Hobbits zu Fants wurden, wurde von ihnen erwartet, dass sie ihren Eltern Geschenke machten. Dabei war wichtig, daß das Geschenk vom Geber gefunden, angepflanzt oder gemacht beziehungsweise hergestellt wurde. Dies konnte bei den Kleinsten mit einem Strauß Wiesenblumen anfangen.

    Das Rätselspiel war bei den Hobbits altehrwürdig, galt praktisch als heilig, beinhaltete strenge Regeln und die Teilnehmer hüteten sich zumeist davor, zu betrügen. Viele Rätsel waren in ihrem Wortlaut althergebracht und bekannt.

  11. #11
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    8. Ingame-Verhältnisse im Auenland

    8. was man über die Ingame-Verhältnisse derzeit wissen sollte:

    Wer im Auenland Ingame herumreist, merkt sofort: überall hat sich wildes Getier breitgemacht, das einen kampfunerfahrenen Hobbit mit Leichtigkeit töten kann. Räuber haben sich im Südosten eingenistet und Goblins im Norden, sogar feindlich gesinnte Zwerge (von denen Tolkien nie etwas geschrieben hatte).

    Weit oben im Nordviertel wurde sogar eine Hobbit-Siedlung von Strolchen zerstört; was der größte Teil der Auenländer Hobbits aber offenbar nicht bemerkt hat. Insgesamt eine sehr ungewöhnliche Situation und äußerst beunruhigend. Jedenfalls nicht das, was Tolkien jemals in seinen Büchern beschrieben hat...

    Was in den Büchern dazu steht, ist: "Zur Zeit, als diese Darstellung beginnt, hatte sich die Zahl der Grenzer, wie sie genannt wurden, stark erhöht. Es gingen viele Berichte und Beschwerden über fremde Personen und Geschöpfe ein, die an den Grenzen herumschlichen oder sie sogar überschritten: das erste Anzeichen, daß nicht alles so war, wie es sein sollte und immer gewesen war außer in den Erzählungenund Sagen aus längst vergangenen Zeiten. Wenige beachteten das Zeichen, und nicht einmal Bilbo hatte eine Ahnung, was es bedeutete."

    Etwas später nach Bilbos Abreise wird erzählt: "Aber selbst die Taubsten und die hartnäckigsten Stubenhocker hörten sonderbare Erzählungen; und diejenigen, die an den Grenzen ihren Geschäften nachgingen, sahen merkwürdige Dinge. Die Unterhaltung im Grünen Drachen in Wasserau an einem Frühlingsabend in Frodos fünfzigstem Lebensjahr (also DZ 3018, ingame die "Jetztzeit") zeigte, daß selbst mitten im behaglichen Auenland Gerüchte vernommen worden waren, wenngleich die meisten Hobbits noch darüber lachten."

    Ingame sind jedoch zumindest die Straßen sicher, und die Hobbit-NPCs sind daher bis auf Grenzer, Büttel und einige Händler generell unbewaffnet. Noch sind auch die menschlichen Strolche nicht wirklich im Auenland "eingefallen", obwohl es im Spiel ein paar kleine Andeutungen gibt. Es ist daher anzunehmen, daß bewaffnete Reisende Unruhe bei einfachen Leuten erzeugen müssen - und "einfache Leute" sind Hobbits wohl nunmal, die ja keine komplizierteren Maschinen als einen Handwebstuhl mögen und meinen, daß Frieden und Überfluß die Norm wären und allen Leuten zustünden...

    Fremdes Volk reist ingame vermehrt durch das Auenland; doch sind sowohl Elben-NPCs als auch Waldläufer-NPCs in geringster Zahl und versteckt zu finden. Es werden ständig weitere neue Grenzer gesucht, was zu den Verhältnissen im Buch paßt. Eine wichtige Neueinführung, die aber auch von Tolkien ein wenig angedeutet wird, ist die neue "Schnellpost" im Auenland.

    Wer ein rechter Hobbit ist, sollte vielleicht noch wissen, was es wo zu trinken gibt im Auenland:

    * so ziemlich in jedem Gasthaus findet sich das übliche Sortiment; Met, Rotwein, Weißwein, kleines Bier, herber Apfelwein, schaumiges Bier.
    Aber ansonsten gibt es auch überall "Spezialitäten" in jedem einzelnen Wirtshaus:
    * in Michelbinge steht das Gasthaus "Adler und Kind". Der Wirt heißt Karlo Schwarzhain, nach ihm ist sein Bier "Schwarzhain Dunkel" benannt. Auch schenkt er den guten Wein "Alter Wingert" aus
    * in Hobbingen steht das Gasthaus "Efeubusch". Der Wirt heißt Herward Lehmhügel. Sein "Bestes" ist das Distelbauch-Bräu. Aber er hat auch den Wein "Weißzweigle" in seinem Angebot
    * in Wasserau steht das Gasthaus "zum grünen Drachen". Der Wirt heißt Berndt Wurzelknoten. Er hat das gute "Gründrachenodem-Bier" zu bieten und seinen Wein "1404er Spätlese"
    * in Froschmoorstetten steht das Gasthaus "zum schwimmenden Balken". Sein Wirt Ponto Hopfenblüte schenkt "Krötenzungen-Bier" aus
    * in Dachsbauten findet man das Gasthaus "Pflug und Sterne" des Wirten Herwarth Kahnwurz. Sein Bier heißt "Wollfußer Dunkel"
    * in Stock befindet sich der "goldene Barsch". Der Wirt heißt Gunderic Gruber, sein "Weidenwinder Alt" ist ausgezeichnet, bei ihm findet man auch Branntwein

    Für die Breeländer Hobbits:
    * in Bree gibt's das tänzelnde Pony von Gerstenmann Butterblume. Er schenkt aus: "Butterblumes Bestes", "Dunkelbier blinder Troll", "Moor-Keiler-Bier", "Isenwein" und "alter Stern-Apfelwein"
    * in Schlucht steht das "Schluchtenflechter" Wirtshaus mit der Wirtin Lisbett Honigwein. Sie hat als Spezialität das "Schnabelbrecher-Bier"
    * niemanden interessieren wohl die "Spezialitäten" in der verlassenen Herberge in den einsamen Landen - schlimmere Gesöffe als dort findet ihr nirgends!

    Hobbits nennen das PfeifenkKraut meist "Blatt". Von einer altertümlich-abgewandelten Schreibweise "Pfeiffenkraut" findet sich aber weder im Buch noch im Spiel etwas. Die Hobbits haben laut Tolkien das Rauchen erfunden, was sogar Gandalf bestätigte; aber noch behaupten das sowohl die Hobbits aus Bree als auch die Hobbits aus dem Auenland von sich

    Tobold Hornbläser aus Langgrund im Südviertel zog in den Tagen von Isegrim dem Zweiten (Tuk), etwa um 1070 AZ, als erstes das echte Blatt in seinem Garten. Der alte Tobi wird wohl in seiner Jugend in Bree von der Pflanze gehört haben, wo sie auf den Südhängen des Berges gut gedeiht.

    Als beste Blatt-Sorten sind das "Langgrundblatt", "Alter Tobi" und "Südstern", aus dem Südviertel bekannt.

    Und hier noch die alte Pfeifenkrauttabelle mit fast allen Sorten Pfeifenkraut im Spiel. Man kann sie zwar heute nicht mehr auf diese Weise züchten, aber aus Nostalgie präsentiere ich die alten Sorten noch so, wie sie früher "gemischt" wurden:
    * Langgrundblatt und süße Lobelie ergeben Schlammfuß
    * Südhang und Binsenlicht ergeben Rebfeld
    * Schlammfuß und Südstern ergeben Drachenodem
    * Rebfeld und Hornbläser ergeben Seilerzwirn
    * süße Galenas und Drachenodem ergeben Adlernest
    * alter Tobi und Seilerzwirn ergeben Gamwich-Flechten
    * Adlernest und Gamwich ergeben Zauberfeuer
    * außerdem wird noch geraucht: Auenländer Süßblatt, zum Sommerfest auch Sommergrün, Lengalenas, und Mauerpfeffer.

    Die "Mathom-Gesellschaft" hat sich "neuerdings" (nur Ingame existent) beim Mathom-Haus, dem Museum in Michelbinge oben am Hügel über dem Gasthaus Adler und Kind eingerichtet, um Mathoms aus aller Welt zu sammeln. Sie gewährt fleißigen Mathom-Sammlern und Köchen Zugang zu interessanten Dingen, die im Mathomhaus zum Verkauf stehen (darunter Schaufeln, Heugabeln, Postsäcke, Glühwürmchen).

    Im Gasthaus Adler und Kind in Michelbinge hat sich die "Gasthausliga" (vormals "Thekenmannschaft") im Hinterzimmer heimisch gemacht, für die man bei allen Saisonsfesten einiges tun kann, um Zugang zu erhalten und einige interessante Güter zu erwerben bzw. einzutauschen.

  12. #12
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    Was sollte ich NICHT wissen, wenn ich einen Hobbit im RP spiele

    9. Was Hobbits nicht wissen (können):

    Definitiv weiß derzeit gar kein Hobbit (die wenigen, die es geheimhalten, sind ja aus dem Auenland weggereist und Dick hält in Krickloch fest den Mund), daß der Große Ring wiedergefunden wurde, und was es überhaupt mit ihm auf sich hat. Schon gar nicht ist bekannt, daß Frodo mit dem gefährlichen Ding unterwegs ist, und wie wichtig diese Tatsache eigentlich für Mittelerde ist.

    Grundsätzlich sind Hobbits so gut wie gar nicht an der Geschichte oder gar an den Heldensagen der anderen Völker interessiert; Tolkien schreibt, daß die Auenländer Hobbits selten Reisende (Zwerge) mehr fragen, als diese an - wenigem - erzählen.

    Allerdings haben die Hobbits im Spiel wohl inzwischen durch die Massen an Reisenden und ihre eigenen Reisen möglicherweise Wind von vielen Geschichten aus der Vergangenheit von Mittelerde bekommen; vielleicht haben wenige davon sogar über die Großen Ringe gehört, die es früher einmal gegeben hat - aber wer sie heute trägt, DAS können sie definitiv nicht wissen!

    Auch andere Dinge sind noch verborgen - daß Aragorn der Erbe der Könige von Gondor und Arnor ist, beispielsweise. Oder daß die Räuber im Auenland und Breeland durch Saruman (Scharrer, orkisch: scharkû, alter Mann) angeführt werden.

    Es dürfte den "normalen" Hobbits auch keinesfalls bekannt sein, daß der Waldläufer Streicher, der öfters in Bree zu sehen ist, mit wahrem Namen Aragorn heißt. Nur diejenigen Charaktere, die weit reisen, könnten es bemerken - es wird aber nie genau in Texten gesagt; die Charaktere müßten also ein gutes Personengedächtnis (und/oder Stimmengedächtnis) haben, um ihn zu erkennen.

    Alle zukünftigen Ereignisse sind derzeit definitiv ganz und gar unbekannt; also achtet bitte darauf, lieber etwas weniger zu "wissen" als zuviel!

    Und auch wenn eure Charaktere vieles durch ihre Reisen eigentlich OOC-Wissen über die Welt gelernt haben, erzählt das bitte dennoch nicht im Auenland herum! Es würde anderen Spielern Probleme bereiten, wenn sie entscheiden müssen, wie sie nun IC darauf antworten sollen oder wie ihr Char damit in Zukunft umgehen soll...

  13. #13
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    Jahrestafel wichtiger Hobbit-Ereignisse

    Wichtige Ereignisse aus Hobbitsicht im Dritten Zeitalter: (für die entsprechende Auenlandzeit ab Drittes Zeitalter 1600 bitte einfach immer 1600 Jahre abziehen)

    DZ 1050: die Periannath (Hobbits/Halblinge) wurden in diesen Jahren zum ersten Mal in elbischen Aufzeichnungen erwähnt, als der Hobbit-Stamm der Harfüße nach Eriador kamen. Die Periannath müssen wohl früher in den oberen Tälern des Anduin gehaust haben, zwischen den Ausläufern des Großen Gründwalds und dem Nebelgebirge. Der Grund für ihre Reise wird in ihren eigenen Berichten erwähnt: die Menschen hätten sich vermehrt und ein Schatten sei auf den Wald gefallen, sodaß er sich verdüsterte. Sein neuer Name wurde daher Düsterwald.
    Die Harfüße hatten in alten Zeiten viel Umgang mit Zwergen gehabt und lebten lange in den Vorbergen der Gebirge. Sie wanderten bis zur Wetterspitze, einige blieben aber auch im Wilderland. Sie waren der ursprünglichste und zahlreichste Hobbitschlag. Ihr Drang, seßhaft zu werden, war am stärksten, sie blieben am längsten beim Brauch der Vorfahren, in Stollen und Höhlen zu leben. Sie hatten eine braunere Haut, waren schmächtiger und kleiner, bartlos und barfuß, mit flinken, behenden Händen und Füßen, sie bevorzugten Hochebenen und Berghänge

    ca. DZ 1150: die Falbhäute kamen als zweiter Hobbit-Stamm nach Eriador. Sie waren hellhäutiger mit hellerem Haar, größer und schlanker als die anderen Hobbitstämme, sie liebten Bäume und Waldgebiete. Sie waren an Zahl die geringsten und ein nördlicher Stamm, die Jagd zogen sie dem Ackerbau vor.
    Die Falbhäute hatten ein freundschaftlicheres Verhältnis zu Elben und mehr Begabung für Sprache und Gesang als für Handwerk. Sie überschritten die Berge nördlich von Bruchtal und folgten dem Fluß Weißquell. Sie vermischten sich wie alle anderen mit den anderen Stämmen in Eriador, aber weil sie kühner und verwegener waren, fand man sie häufig als Führer oder Häuptlinge von Sippen. Selbst heute noch kann man einen starken Falbhaut-Einschlag bei wichtigen Familien wie den Tuks oder den Herren von Bockland feststellen

    ca. DZ 1150: Auch der Hobbitstamm der Starren kam über den Rothornpaß und zog weiter in den Winkel oder nach Dunland. Sie waren derber und von stärkerem Körperbau, ihre Füße und Hände waren kräftig, sie zogen flaches Land und sogar Flußufer vor. Sie hielten sich lange an den Ufern des Anduin auf und hatten weniger Scheu vor Menschen.
    Die Starren folgten dem Lauf der Lautwasser nach Süden, viele von ihnen wohnten lange zwischen Tharbad und den Grenzen von Dunland, ehe sie wieder nach Norden zogen. Sie sind das einzige Hobbitvolk, das dazu neigt, leichten Flaum auf den Wangen zu haben. Viele von ihnen sind heute im Ostviertel zu finden, in Bruch und auch im Bockland. Manche von den Hobbits im Ostviertel tragen heute noch bei Matschwetter Zwergenstiefel, obwohl das Schuhetragen ansonsten bei Hobbits unüblich ist.

    ca. DZ 1300: die Periannath/Hobbits wanderten nach Westen, viele ließen sich in Bree nieder. In den Westlanden von Eriador fanden die Hobbits Menschen und Elben vor, sogar einen Rest der Dúnedain, deren Zahl sich aber bereits verringerte. Das nördliche Königreich Arnor war dabei, zu veröden; es gab Raum genug für Einwanderer. Zu dieser Zeit lernten die Hobbits ihre Buchstaben und begannen nach der Art der Dúnedain zu schreiben, die ihre Schrift von den Elben erlernt hatten. Diese allgemein gebräuchlichen Schriftzeichen sind die Tengwar (oder Tîw: die "Buchstaben") und die Certar (oder Cirth: Runen).Auch vergaßen die Hobbits in diesen Tagen ihre früheren Sprachen und sprachen nun die Gemeinsame Sprache, das Westron. Nur wenige alte Namen behielten sie bei.

    DZ 1601: viele Hobbits wanderten weiter von Bree nach Westen und erhielten von Argeleb II. jenseits des Baranduin Land zugewiesen. Die Falbhäutebrüder Marcho und Blanco überschritten in diesem Jahr mit einem großen Gefolge von Hobbits von Bree aus den Baranduin (brauner Fluß), den sie Brandywein nannten, über die Brücke von Steinbogen, die von den Menschen des nördlichen Königreichs Arnor erbaut worden war. Und sie nannten das Land von der Brandyweinbrücke bis zu den Fernen Höhen (vierzig Wegstunden) und von den Mooren im Norden bis zu den Marschen im Süden (fünfzig Wegstunden) AUENLAND. Es war reich und fruchtbar, denn der König hatte einst dort viele Bauernhöfe, Äcker, Weinberge und Wälder gehabt, war aber nun schon lange brachgelegen.
    Der König verlangte von den Hobbits für das Land nichts weiter, als daß sie die Große Brücke instand halten sollten, auch alle anderen Brücken und Straßen, daß sie den Sendboten des Königs beistehen sollten und die Oberhoheit des Königs anerkennen sollten. Aber die Hobbits waren nur dem Namen nach die Untertanen des Königs und folgten ihren eigenen Hauptleuten. Sie hielten sich jedoch an die Gesetze ("die Regeln") aus freien Stücken und führten sie auf den König zurück; dem hohen König in "Norburg", wie die Hobbits Fornost nannten.

    DZ 1630: die Starren kamen von Dunland herauf und folgten den anderen Hobbits ins Auenland
    DZ 1636: die Große Pest breitet sich von Süden nach Norden und Westen aus, auch die Hobbits erleiden 1637 große Verluste

    DZ 2340: Isumbras I wird der erste Thain der Tuk-Linie als dreizehnter Thain. Die Altbocks besiedeln Bockland
    ca. 2670: der alte Tobold Hornbläser aus Langgrund im Südviertel baute in diesen Jahren in seinem Garten erstmals das echte Pfeifenkraut an. Das beste Auenland-Blatt kommt noch immer aus dem Südviertel, vor allem die Sorten Alter Tobi, Südstern und Langgrundblatt. Vermutlich hörte er in seiner Jugend in Bree von der Pflanze, aber der alte Tobi wollte bis zu seinem Sterbetag nicht verraten, wie er zu der Pflanze kam
    DZ 2683: Isegrim II wird der zehnte Thain und beginnt die Ausgrabung von Groß-Smials im Tukland

    DZ 2747: Bandobras "Bullenrassler" oder "Stierbrüller" Tuk besiegte eine Orkbande im Nordviertel in der Schlacht von Grünfeld am Berg Gram. Es war die letzte Schlacht und auch die einzige bisher innerhalb des Auenlands. Bandobras Tuk (lebte von AZ 1104-1206) schlug dabei einem Bilwißkönig namens Golfimbul mit einem Schlag seiner hölzernen Keule den Kopf ab, der 100 Meter weiter in einem Kaninchenloch landete. So erfand Bandobras Tuk das Golfspiel
    DZ 2758-60: der Lange Winter, daraufhin große Hungersnot in ganz Eriador, auch im Auenland. Viele tausende starben. Gandalf kam dem Auenlandvolk zu Hilfe
    DZ 2790: Geburt des Gerontius Tuk, später als der Alte Tuk bekannt

    DZ 2890: Bilbo Beutlin im Auenland geboren
    DZ 2911: der Grausame Winter. Weiße Wölfe kamen über den zugefrorenen Baranduin/Brandywein ins Auenland
    DZ 2920: Tod des Alten Tuks mit 130 Jahren - der bisher älteste Hobbit
    DZ 2941: Bilbo Beutlin ging auf eine lange Fahrt mit Zwergen und Gandalf dem Zuberer
    DZ 2942: Bilbo kehrte am 22. Juni ins Auenland zurück, gerade nachdem er für tot erklärt worden war und Beutelsend schon an die Sackheim-Beutlins übergeben worden war. Bilbo kam zwei Stunden zu spät zur Versteigerung seiner Habseligkeiten durch die Herren Wühler, Wühler und Graber. Er mußte eine ganze Menge seiner eigenen Möbel zurückkaufen, nur viele seiner Silberlöffel blieben verschwunden. Er verdächtigte die Sackheim-Beutlins, die ihrerseits nie die Echtheit des zurückgekehrten Bilbo Beutlins anerkannten und auch nie wieder mit ihm ein Wort wechselten
    DZ 2968: Geburt von Frodo Beutlin im Bockland. Jahre später: Tod von Drogo Beutlin und seiner Frau Primula Brandybock auf dem Brandyweinfluß, Frodo war zu der Zeit noch ein Kind und wuchs im Brandyschloß auf

    DZ 2980: Geburt von Dick Bolger
    DZ 2982: Geburt von Meriadoc (Merry) Brandybock in Bockland
    DZ 2983: Geburt von Samweis (Sam) Gamdschie
    DZ 2989: Frodo Beutlin von Bilbo Beutlin adoptiert und damit auch sein rechtmäßiger Erbe, Frodo zog zu Bilbo nach Beutelsend
    DZ 2990: Geburt von Peregrin (Pippin) Tuk
    DZ 3001: sehr großes Geburtstags- und Abschiedsfest sowie Verschwinden von Bilbo Beutlin zum 111. Geburtstag, Frodo Beutlin trat sein Erbe an. Großes Feuerwerk von Gandalf dem Zauberer
    DZ 3004-3008 gelegentliche Besuche von Gandalf dem Zauberer in Beutelsend: das letzte Mal im Herbst 3008
    DZ 3018 12. April: erneuter Besuch von Gandalf in Hobbingen und langes Gespräch mit Frodo (und Sam)

    DZ 3018 23. September: Frodo Beutlin verläßt Beutelsend nach einer nicht öffentlichen Geburtstagsfeier nur mit drei Freunden; Peregrin Tuk, Meriadoc Brandybock, Samfast Gamdschie; ihnen vorausgereist ist Dick Bolger mit Frodos Möbeln. Am selben Tag kommen vier große Schwarze Reiter vor Morgengrauen ins Auenland, einer davon erreicht bei Einbruch der Nacht Hobbingen und spricht mit dem Ohm Gamdschie
    DZ 3018 25. September: Frodo Beutlin trifft Bauer Maggot in Bruch im Ostviertel, der kurz davor einen Besuch von einem Schwarzen Reiter hatte
    DZ 3018 29. September: Frodos Gefährtengruppe erreicht spätabends Bree, Gandalf besucht den Ohm (Gamdschie) in Hobbingen
    DZ 3018 30. September: Krickloch und das Gasthaus zu Bree werden in den frühen Morgenstunden überfallen. Dick Bolger bewirkt durch sein Weglaufen vor den Schwazen Reitern aus Krickloch, daß das große Horn von Bockland geblasen wird; Hobbits sehen und vertreiben die Schwarzen Reiter. Gandalf erreicht später am Tag Krickloch, nachts kommt Gandalf nach Bree und verläßt es am nächsten Tag, also am 1. Oktober

  14. #14
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    Zeitrechnung

    11. Zeitrechnung der Hobbits:

    Die Auenland-Zeitrechnung beginnt mit der Besiedlung des Auenlands 1601, für die Auenland-Hobbits ist das das Jahr 1. Das Auenlandjahr ist genauso lang wie die Jahre nach elbischer und menschlicher Rechnung. Jedes Jahr beginnt am ersten Tag der Woche, nämlich Samstag (!) und endet mit Freitag. Der Jul am Ende des Jahres ist der 1. Jul, der zu Beginn der 2. Jul. In Bree wurde die Auenland-Zeitrechnung übernommen, mit der Ausnahme der Jahreszählung erst ab 1600 DZ (Drittes Zeitalter).

    Die Monate sind für die Hobbits alle gleich lang - sie haben genau 30 Tage. Nur zwischen Juni und Juli sind 3 spezielle Sommertage, die die Lithetage genannt werden. Die letzten und ersten Tage des Jahres werden Jultage genannt sie dauern 6 Tage lang. Lithe- und Jultage liegen außerhalb der Monate, sind Feiertage, und alle vier Jahre gibt es sogar vier Lithetage, also in Schaltjahren. Der Mittjahrstag und in Schaltjahren auch der Überlithe haben keine Wochentags-Namen. Der Lithe vor dem Mittjahrstag wird 1. Lithe genannt, der danach 2. Lithe. Der Überlithe ist ein ganz besonderer Feiertag, er kommt erst AZ 1420 wieder vor.

    Es gibt im Auenland-Kalender keinen Monat, der mit einem Freitag beginnt. Daher ist es eine scherzhafte Redensart, von einem Tag als "Freitag dem ersten" zu sprechen, an dem unwahrscheinliche Ereignisse eintreten können oder den es nicht gibt. Oder auch "am Freitag dem ersten Sommerfilth".

    Monatsnamen:
    1. Nachjul (im Ostviertel Frery)
    2. Solmath
    3. Rethe
    4. Astron (im Ostviertel Chithing)
    5. Thrimidge
    6. Vorlithe
    7. Nachlithe
    8. Wedmath
    9. Halimath
    10. Winterfilth
    11. Blotmath
    12. Vorjul (im Ostviertel Julmath)

    Im Breeland (für alle Hobbits aus Stadel oder Bree) lauten die Namen anders: Frery, Somath, Rethe, Chithing, Thrimidge, Lithe, die Sommertage, Mede, Wedmath, Erntemath, Wintring, Blooting und Julmath.

    Wochentagsnamen:
    1. Samstag: Stertag
    2. Sonntag: Sonntag
    3. Montag: Montag
    4. Dienstag: Trewstag
    5. Mittwoch: Hevenstag oder Henstag
    6. Donnerstag: Merstag
    7. Freitag: Hochtag (ab Mittags ein Feiertag, abends wurde geschmaust)

    Die alten Hobbit-Namen für die Wochentage sind: Sterrendei, Sunnendei, Monendei, Trewesdei, Hevensdei, Meresdei, Hochdei. Sie finden sich in alten Urkunden wie der Gelbhülle oder dem Jahrbuch von Buckelstadt. Dort wurden Geburten, Heiraten, Todesfälle in den Tukfamilien aufgezeichnet, aber auch Landverkäufe und verschiedene Auenland-Ereignisse. Sie wurden später in das Rote Buch übernommen.

    Im Auenland wird die Morgendämmerung übrigens oft "morgendim" und die Abenddämmerung "evendim" genannt

  15. #15
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    12. Stand der Frauen

    12. Brief Nr. 214 über den Stand der Frauen der Hobbits:

    Darin schreibt Tolkien (Übersetzung von Wolfgang Krege):

    "Lieber Mr. Nunn, ich bin kein musterhafter Gelehrter, aber in allem was das Dritte Zeitalter angeht, betrachte ich mich nur als "Chronisten". ...

    Ich getraue mich, noch eine Anmerkung hinzuzufügen, für den Fall, daß Sie, wenn Sie den Text im Lichte meiner Antwort lesen, Lust bekommen sollten, weitere Fragen in Bezug auf Sméagols "Großmutter" zu stellen, die in Gandalfs Schilderung als Beherrscherin (einer hochgeachteten Familie, größer und reicher als die meisten) und sogar als "matriarch" [oder "Stammesmutter"] bezeichnet wird.

    Soviel ich weiß, waren die Hobbits insgesamt monogam (sogar eine zweite Heirat, wenn der Mann oder die Frau sehr jung gestorben war, kam nur sehr selten vor); und ihre Familienordnung würde ich als "patrilinear", aber nicht als patriarchalisch bezeichnen. Das heißt, die Familiennamen wurden in der männlichen Linie weitergegeben (und die Ehefrauen wurden in die Namensgemeinschaft ihres Mannes aufgenommen); außerdem war gewöhnlich das älteste männliche Mitglied das nominelle Oberhaupt der Familie.

    Im Falle großer und mächtiger Familien (wie z.B. der Tooks/Tuks), die auch dann noch zusammenhielten, als sie sehr zahlreich geworden waren, eher das, was wir einen Clan oder eine Sippe nennen, war das Oberhaupt normalerweise der älteste Mann in der Abstammungslinie, die als die direkteste galt.

    Aber die Herrschaft über eine "Familie" ebenso wie über die reale Einheit: den "Haushalt", war keine Monarchie (es sei denn zufällig). Es war eine "Dyarchie", in der Herr und Herrin den gleichen Status, wenn auch unterschiedliche Funktionen hatten. Jeder von beiden galt als rechtmäßiger Vertreter des anderen, wenn dieser abwesend (oder tot) war. Es gab keinen "Witwenstand". Wenn der Mann zuerst starb, nahm die Frau seinen Platz ein, auch den Titel (wenn er ihn innegehabt hatte) des Oberhaupts einer Großfamilie oder eines Clans. Dieser Titel ging also nicht auf den Sohn oder Erben über, solange sie noch lebte, sofern sie nicht willentlich darauf verzichtete.*

    * Wir reden hier nur von dem Titel des "Oberhaupt", nicht vom Familienbesitz und dessen Verwaltung. Diese Angelegenheiten wurden unterschieden; allerdings konnten sie sich im Falle der forbestehenden "großen Haushalte" wie Groß-Smials oder Brandyschloß überlappen. In anderen Fällen war der Titel des Oberhaupts ein reiner Titel, den man der Form halber beibehielt und der naturgemäß zu Lebzeiten des Inhabers selten aufgegeben wurde.

    Es konnte daher unter mancherlei Umständen dazu kommen, daß eine langlebige Frau von starker Persönlichkeit "Familienoberhaupt" blieb, bis sie schon erwachsene Enkel hatte. Laura Baggins/Beutlin (geborene Grubb) blieb "Oberhaupt" der Baggins von Hobbiton" (Beutlins von Hobbingen), bis sie 102 Jahre alt war.
    ...
    Ein sehr bekannter Fall war auch der Lalias der Großen (oder, weniger respektvoll, "der Dicken"). Fortinbras II., einst Oberhaupt der Tooks/Tuks und Thain, heiratete Lalia von den Clayhangers (Lehmbuckel) 1314, als er 36 und sie 31 Jahre alt war. Er starb 1380 mit 102 Jahren, aber sie überlebte ihn lange und fand erst im Jahre 1402 mit 119 Jahren ein unglückliches Ende.

    Also regierte sie die Tooks/Tuks und die Groß-Smials 22 Jahre lang, eine große und denkwürdige, wenngleich nicht allgemein beliebte "Matriarchin". Sie kam nicht zu dem berühmten Fest (von Bilbo), wurde aber an der Teilnahme eher durch ihren Leibesumfang und ihre Unbeweglichkeit als durch ihr Alter gehindert. Ihr Sohn Ferumbras hatte keine Frau, weil sich (so hieß es) keine fand, die bereit gewesen wäre, unter dem Regiment Lalias in den Groß-Smials zu wohnen.

    In den letzten Jahren, als sie am dicksten war, hatte Lalia die Gewohnheit, sich an die Große Tür rollen zu lassen, um Luft zu schöpfen, wenn es ein schöner Morgen war. Im Frühjahr 1402 AZ ließ ihre ungeschickte Pflegerin den schweren Rollstuhl über die Schwelle laufen und stupste Lalia die Treppe hinunter in den Garten. So endete eine Familienherrschaft und ein Leben, das sonst dem des Großen Took/Tuk hätte gleichkommen können.

    Das Gerücht kam weit herum, die Pflegerin sei Perle (Pippins Schwester) gewesen, obwohl die Tooks/Tuks die Sache für sich zu behalten versuchten. Bei der Feier, als Ferumbras die Nachfolge antrat, kamen das Mißvergnügen und Bedauern der Familie förmlich darin zum Ausdruck, daß Perle von der Zeremonie und dem Festessen ausgeschlossen wurde; doch blieb es nicht unbemerkt, daß Perle später (nach einer schicklichen Zeit) mit einer prächtigen Halskette ihrer Namens-Juwelen erschien, die lange im Hort der Thains gelegen hatte.

    Andere Bräuche galten in den Fällen, wo das Oberhaupt bei seinem Tod keine Söhne hinterließ. In der Familie Took/Tuk war die Stellung des Oberhauptes mit dem Titel und (ursprünglich militärischen) Amt des Thain* verbunden, und die Nachfolge mußte daher unbedingt in der männlichen Linie geschehen. *Dieser Titel und das Amt wurden unmittelbar weitergegeben, und konnten nicht von einer Witwe eingenommen werden. Aber obwohl Ferumbras 1380 der Thain Ferumbras III wurde, hatte er in den Groß-Smials bis 1402 trotzdem nur eine kleine Junggesellenwohnung inne.

    In anderen großen Familien konnte die Stellung des Oberhaupts durch eine Tochter des Verstorbenen an den ältesten von seinen Enkeln übergehen (gleichgültig, wie alt die Tochter war). Letzteres war in Familien jüngeren Ursprungs gebräuchlich, ohne alte Stammesurkunden oder Wohnsitze. ... So bei Otho Sackville-Baggins (Sackheim-Beutlin).
    ...

    Es gab keinen Grund anzunehmen, daß die Starren in Wilderland ein rein "matriarchalisches" System ausgebildet hätten, das man mit Recht so nennen könnte. Bei den Starren im Ostviertel und in Bockland fand sich von alledem keine Spur, obwohl sie sonst in Sitte und Recht manche Eigenheiten beibehielten. Wenn Gandalf das Wort "Matriarch" benutzt (oder vielmehr der Berichterstatter und Übersetzer), so ist das nicht "anthropologisch", sondern bezeichnet einfach eine Frau, die faktisch ihren Clan regierte. Sicherlich deshalb, weil sie ihren Mann überlebt hatte und eine Frau von beherrschender Persönlichkeit war.

    Es ist ziemlich wahrscheinlich, daß in dem sich zurückentwickelnden, verfallenden Gebiet von Wilderland die Frauenzimmer (wie unter solchen Bedingungen oft zu beobachten) die körperliche und geistige Verfassung der Vergangenheit besser bewahrten und damit besondere Bedeutung erlangten. Aber es ist nicht anzunehmen (denke ich), daß eine grundsätzliche Wandlung in ihren Heiratsgebräuchen eingetreten war oder sich eine Art matriarchalischer oder polyandrischer Gesellschaft entwickelt hatte (obwohl dies das Fehlen jeder Erwähnung von Sméagol-Gollums Vater erklären könnte). Die "Monogamie" wurde zu dieser Zeit im Westen universal eingehalten, und andere Systeme wurden mit Abscheu betrachtet, als Dinge, die es nur "unter dem Schatten" gab."

    Bis hierhin ist der Text die Abschrift aus Tolkiens Brief.

    Zum Thema Hobbits und Scheidungen habe ich so direkt noch nichts gelesen. Allerdings weiß ich über den guten Herrn Professor Tolkien, daß er zumindest in jungen Jahren vehement gegen Scheidungen und zweite Heiraten eintrat: http://www.ansereg.com/WarmBeds-Deutsch.pdf (Seite 2). So gesehen wäre es freundlich, darauf Rücksicht zu nehmen und Scheidungen auf Mittelerde lieber auszuklammern, um das Grab des Professors zu schonen, damit er dort nicht zu wild um sich rotiert und das Holz durchscheuert

  16. #16

    Re: Was sollte ich wissen, wenn ich einen (tolkien-gerechten) Hobbit im RP spielen wi

    Na vedui i Pheriannath!
    Sehr schön, dass diese Angerthas'sche Traditionsschrift ihren Weg in die Ecke der freien Völker gefunden hat und nicht weiter vom Alltagsgeschäft des Belegaerforums verdrängt wird. Elbenkunde und -witze begannen schon, sich hier einsam zu fühlen. Jetzt fehlen nur noch die Menschen und Zwerge.
    Last edited by Macarusca; Aug 10 2011 at 04:55 AM. Reason: +h

 

 

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