We have detected that cookies are not enabled on your browser. Please enable cookies to ensure the proper experience.
Results 1 to 16 of 16

Hybrid View

  1. #1
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    Was sollte ich wissen, wenn ich einen (tolkien-gerechten) Hobbit im RP spielen will?

    1. allgemein Wissenswertes über Hobbits:

    Tolkien schreibt:

    "Sie (die Hobbits) haben ein feines Gehör und scharfe Augen, und obwohl sie dazu neigen, Fett anzusetzen und sich nicht unnötigerweise zu beeilen, sind sie dennochflink und behende in ihren Bewegungen. ... Ihre Gesichter waren in der Regel eher gutmütig als schön, breit, mit glänzenden Augen, roten Wangen und Mündern, die immer zum Lachen und Essen und Trinken bereit waren."

    "Sie kleideten sich in leuchtenden Farben und hatten eine besondere Vorliebe für Gelb und Grün; aber Schuhe trugen sie selten, denn ihre Füße hatten zähe, lederartige Sohlen und waren mit dichtem, krausem Haar bedeckt ... " "Die Hobbits in jenem Viertel, dem Ostviertel, waren ziemlich hochgewachsen und plumpfüßig, und bei Matschwetter trugen sie Zwergenstiefel. Aber bekanntlich hatten sie ja ein gut Teil Starrenblut in den Adern, wie schon der Flaum zeigte, den viele auf den Wangen hatten."

    "Die Hobits sind ein unauffälliges, aber sehr altes Volk, das früher zahlreicher war als heute; denn sie lieben Frieden und Stille und einen gut bestellten Boden: eine wohlgeordnete und wohlbewirtschaftete ländliche Gegend war ihr bevorzugter Aufenthaltsort. Kompliziertere Maschinen als einen Schmiede-Blasebalg, eine Wassermühle oder einen Handweebstuhl verstehen und verstanden oder mochten sie auch nicht, obwohl sie mit Werkzeugen sehr geschickt umgingen."

    "Und sie lachten und aßen und tranken denn auch oft und herzhaft, waren jederzeit zum Scherzen aufgelegt und hatten gern sechs Mahlzeiten täglich (wenn sie sie bekommen konnten). Sie waren gastfrei und hatten ihre Freude an Festen und Geschenken, die sie großzügig machten und immer gern annahmen."

    "Zu keiner Zeit waren Hobbits kriegslüstern gewesen, und untereinander hatten sie sich nie bekämpft. In alten Zeiten hatten sie natürlich oft zu den Waffen greifen müssen, um sich in einer rauhen Welt zu behaupten; doch in Bilbos Tagen war das schon sehr alte Geschichte. ... Obwohl es noch immer einige Waffenbestände im Auenland gab, wurden sie jetzt zumeist als Siegeszeichen angesehen, hingen über der Feuerstelle oder an den Wänden oder waren im Museum von Michelbinge untergebracht."

    "Nahrung anzubauen und sie aufzuessen nahm den größten Teil der Zeit der Hobbits in Anspruch. In anderen Dingen waren sie gewöhnlich großzügig und nicht gewinnsüchtig, sondern zufrieden und bescheiden, so daß Güter, Höfe, Werkstätten und kleine Gewerbebetriebe generationenlang unverändert blieben."

    "Alle Gesetze der Hobbits (sie nennen sie "Die Regeln") führen sie auf den König von ehedem zurück und befolgen sie aus freien Stücken. Hobbits sagen von ungesitteten Leuten und boshaften Geschöpfen (etwa von Trollen), sie "hätten wohl nichts vom König gehört"."

    "Selbst in den alten Zeiten empfanden sie in der Regel Scheu vor dem "Großen Volk", wie sie uns (Menschen) nennen ... "

    "Die meisten Hobbits betrachteten selbst Flüsse und kleine Boote mit tiefem Argwohn, und nicht viele von ihnen konnten schwimmen. Und nachdem sie schon längere Zeit im Auenland gelebt hatten, sprachen sie immer seltener und seltener mit den Elben, begannen sich vor ihnen zu fürchten und mißtrauten jenen, die sich mit ihnen einließen; und das Meer wurde der Inbegriff des Schreckens für sie und ein Sinnbild des Todes, und sie wandten den Blick ab von den Bergen im Westen."

    "Noch etwas gab es seit alters her bei den Hobbits, das erwähnt werden muß, ein erstaunlicher Brauch: durch Pfeifen aus Holz oder Ton saugten oder atmeten sie den Rauch der brennenden Blätter einer Pflanze ein, die sie Pfeifenkraut oder Blatt nannten ... In geheimnisvolles Dunkel ist der Ursprung dieser eigentümlichen Sitte oder "Kunst", wie die Hobbits sie lieber nannten, gehüllt." "Aber selbst die Dúnedain von Gondor gesetehen das zu: Hobbits steckten es (das Pfeifenkraut) als erste in die Pfeife."

    "Überhaupt waren alle Hobbits sehr sippenbewußt und rechneten mit großer Sorgfalt ihre sämtlichen Verwandten zusammen. Sie zeichneten lange und ausführliche Stammbäume mit unzähligen Verzweigungen. ... Hobbits begeisterten sich für solche Dinge, die ihre Richtigkeit hatten: sie liebten es, Bücher zu haben über Dinge, die sie schon kannten und die klar und wahr ohne Widersprüche dargelegt waren."

    "Aber die Ämter des Postmeisters und des Ersten Landbüttels waren mit dem Bürgermeisteramt verbunden, so daß ihm sowohl die Postzustellung als auch die Wache unterstanden. Das waren die einzigen öffentlichen Dienste im Auenland, und die Briefträger waren von den beiden die zahlreicheren und die bei weitem stärker beschäftigten. Keineswegs alle Hobbits waren des Schreibens mächtig, aber diejenigen, die es waren, schrieben ununterbrochen an ihre sämtlichen Freunde (und an einige unter ihren Verwandten), die weiter als einen Nachmittagsspaziergang entfernt wohnten."

    "Obwohl sie nicht händelsüchtig waren und kein Vergnügen daran fanden, ein Lebewesen zu töten, waren sie beherzt, wenn sie sich verteidigen mußten, und verstanden notfalls mit der Waffe umzugehen. Sie waren gute Bogenschützen, denn sie hatten scharfe Augen und eine sichere Hand. ... Wenn sich irgendein Hobbit nach einem Stein bückte, tat man gut daran, schnell in Deckung zu gehen, wie alle streunenden Tiere sehr wohl wußten."

    "Hobbits waren, wenn es hart auf hart ging, nicht so leicht einzuschüchtern oder umzubringen; und vielleicht waren sie nicht zuletzt deshalb so gleichbleibend erpicht auf gute Dinge, weil sie im Ernstfall darauf verzichten konnten und den Katastrophen, Feinden oder Unbilen des Wetters in einer Weise zu widerstehen vermochten, die jene erstaunte, die sie nicht gut kannten und nicht mehr sahen als ihre dicken Bäuche und wohlgenährten Gesichter."
    Last edited by Angerthas; Aug 11 2011 at 02:15 PM.

  2. #2
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    Sprache und Schrift, Zeitrechnung

    2. Sprache und Schrift der Hobbits: damit haben es Hobbit-Spieler leicht Hobbits haben nämlich keine ganze eigene Sprache mehr, sondern es sind nur mehr wenige alte überlieferte Worte erhalten. Hobbits benutzen zudem die Schriftzeichen, die in Eriador allgemein gebräuchlich sind - zumindest jene Hobbits, die des Schreibens und Lesens mächtig sind; laut Tolkien sind das keineswegs alle!

    Nachdem die Hobbits ihre ersten Niederlassungen in Eriador gegründet hatten (ab ca. 1050 des Dritten Zeitalters), begannen sie das "Westron", die Gemeinsame Sprache der Elben und Menschen, zu sprechen, was wir im Spiel als Deutsch (oder halt die gewählte Client-Sprache) ansehen. Ihre früheren Sprachen, so Tolkien, vergaßen die Hobbits allmählich bis auf einige Wörter wie z.B. Monatsnamen, Tagesnamen oder das berühmte Wort "Mathom" (für Dinge, die Hobbits nicht sofort verwenden können, aber auch nicht gern wegwerfen wollen; sodaß sie sie entweder anhäufen und/oder als Geschenke von Hand zu Hand weitergeben).

    Auch fingen die Hobbits laut Tolkien-Büchern nach ihrer Ansiedelung in Eriador an, ihre Buchstaben nach Art der Dúnedain (die Waldläufer, welche die wenigen Nachkommen der besonderen Menschen-"Rasse" der Númenorer sind, zu der auch Aragorn gehört) zu schreiben, die das ihrerseits von Elben gelernt hatten.

    Die allgemein gebräuchlichen Schriftzeichen sind die Tengwar (oder auch Tîw genannt: die "Buchstaben") und die Certar (oder Cirth: Runen). Bitte zu beachten: Runen sind in Mittelerde keineswegs eine typische "Zwergen-Schrift"; sondern Elben haben sie laut Tolkien "erfunden" und auch Hobbits können sie lesen und schreiben.

    die Zeitrechnung: wir schreiben im Auenland ingame in Lotro/HdRO das Jahr 3018 des Dritten Zeitalters. Laut den Entwicklern ist die Zeit im Spiel eingefroren - was man auch am ständigen Vollmond sieht. Also bleibt es im Auenland nach Turbines Vorstellung offenbar permanent der Herbst des Jahres 3018. (Außer vielleicht in den Scharmützeln und anderen Session-Sequenzen...)

    Die Auenland-Hobbits haben laut Tolkien ihre eigene Jahreszählung, nämlich die "Auenlandzeit". Für Auenland-Hobbits schreiben wir ingame das Jahr AZ 1418. Wie ihr seht, ist die Umrechnung in Auenlandzeit sehr einfach: ihr müßt lediglich 1600 von der Zeitangabe des Dritten Zeitalters (nach Rechnung der Elben, Menschen und Zwerge) abziehen

    Frodo ist im Spiel erst "vor kurzem" - nämlich am 23. September AZ 1418 - aus dem Auenland weggezogen, und Lobelia Sackheim-Beutlin hat Beutelsend übernommen, wie ihr im Ingame-Auenland ja erleben könnt. Praktisch alle Hobbits, vom Auenland bis nach Bree und Stadel, müssen zu dieser Zeit laut Tolkien-Hintergrund und Spiel-Hintergrund galuben, daß Frodo ins Bockland zurück gezogen ist (wo er seine Kindheit verbrachte) und daß er nun dort (in Krickloch) lebt.

    Die allseits bekannte Geschichte aus dem Buch, daß Frodo inzwischen lang weitergereist ist und daß er zudem den Einen Ring bei sich trägt, kann laut der Tolkien-Hintergründe im Auenland niemand wissen, denn Frodos eingeweihte Gefährten sind mit Frodo mitgegangen; Frodo hat sich in Bree als Herr Unterberg ausgegeben, und Dick Bolger hält zudem in Krickloch den Eindruck aufrecht, daß Frodo noch immer dort lebt.

    Also: auch wenn eure Charaktere im Verlauf des Spiels auf Bilbo und Frodos Gruppe treffen, ist es sehr wichtig, deren "derzeitigen" Aufenthaltsort nicht im Rollenspiel in anderen Ländern herumzuerzählen! Verschont also bitte im RP eure Mitspieler-Charaktere mit diesem "Wissen", speziell die im Auenland! Nicht, weil ihr damit ein Zeit-Paradoxon erzeugen könntet, sondern damit ihr im RP nicht andere Spieler vor Logik-Probleme stellt und ihnen OOC-Wissen "aufdrängt", das ihre Charaktere in einem tolkiengerechten Rollenspiel (noch) nicht haben sollten.

    Ganz abgesehen davon, daß einfache Leute aller Rassen nichtmal über die alte Legende der Großen Ringe informiert sein werden, weiß ja laut Tolkien-Hintergrund niemand außer extrem wenigen "Auserwählten" (die Anwesenden bei Elronds Rat, Galadriel, Sauron, Saruman), daß der Eine Ring überhaupt je wiedergefunden wurde...

    Die Zeit rückt im Spiel, wie ihr bemerken werdet, individuell je nach Landschaft weiter - einerseits treffen wir Streicher in Bree, der auf die Hobbits wartet; also noch vor dem 29. September 3018 (das wäre der Tag, an dem Frodo Bree erreicht).

    Nach dem Erledigen einer bestimmten "epischen" Quest ist Streicher aber dann schon wieder weitergezogen; offenbar war also Frodo in Abwesenheit eurer Charaktere in Bree. Auch hat dabei der Überfall der Schwarzen Reiter aufs Pony stattgefunden, und das Hornsignal von Bockland ist erklungen, um Schwarze Reiter aus dem Bockland zu verscheuchen.

    Statt Streicher ist dann Gandalf bei eurer Rückkehr von der besagten Bücher-Quest im Pony anzufinden - das wäre laut Anhängen des Herrn der Ringe am 30.September bis zum 1.Oktober 3018.

    Weitere Zeitverschiebungen ergeben sich dann auch noch im späteren Spielverlauf, der der Reise von Frodo und seinen Gefährten weiterhin folgt. Gelegentlich haben wir bei Saisonsfesten natürlich ebenso Zeit-Diskrepanzen, wenn es z.B. im Auenland zum Frühlingsfest, Lithefest (Sommerfest), Julfest (Weihnachten) kommt oder ähnliches. Naja, MMORPG-Logik halt; ihr kennt das ja

    Wie ihr damit im Rollenspiel umgeht, ist freilich euch überlassen. Am ehesten empfiehlt es sich aber, besser einfach gar nichts darüber zu sagen, falls ihr nicht gerade gemeinsam mit einer Gruppe Saisons-Quests erledigt...

    Rollenspielerisch gesehen sollte es übrigens keine Probleme geben, wenn eure Hobbits in ihrem eigenen Land (Auenland, Bockland, Bree/Stadel) behaupten, ihre Heimat nie verlassen zu haben; denn andere Charaktere können die Stufenanzeigen eurer Figuren ja nicht über ihnen schweben sehen (im Gegensatz zu OOC-Spieler-Wissen, das möglichst niemals ins Rollenspiel hineingemischt werden sollte).

    Daß die Zeit im Auenland "eingefroren" ist, müßte bedeuten, daß man von anderen Ländern aus praktisch in der Zeit zurückreisen müßte, bis man nach Frodos Abreise und noch vor dem Einlangen der menschlichen Strolche aus dem Breeland im Auenland einlangt. Also muß man sich im Lotro-/HdRO-Rollenspiel ohnehin so einige Paradoxen wegdenken
    Last edited by Angerthas; Aug 08 2011 at 09:59 PM.

  3. #3
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    3. "Rassen" der Hobbits

    3. "Rassen" der Hobbits bzw. die möglichen Ingame-Voreinstellungen bei der Charakter-Auswahl.

    Die Vorfahren der Hobbits hatten laut Tolkien einst in den oberen Tälern des Anduin gelebt, östlich des Nebelgebirges, wo auch Gollum herstammt. Zu dieser Zeit hatte es drei Hobbitstämme gegeben - die Harfüße, die Starren und die Falbhäute. Sie wiesen unterschiedliche körperliche Merkmale und Vorlieben auf. Als der große Grünwald sich verdüsterte und sein neuer Name Düsterwald wurde, zogen diese Hobbit-Vorfahren über das Gebirge nach Eriador, wo sich die Stämme dann miteinander vermischten.

    Den Hobbits ist bekannt, daß sie aus diesen drei alten Stämmen herstammen, und sie munkeln auch selbst von "der hat Starrenblut in den Adern", wenn ein Hobbit einen leichten Bartansatz zeigt, oder ähnliches.

    a) die Harfüße waren der ursprünglichste und zahlreichste Hobbitschlag. Sie hatten eine braunere Haut, eine größere Neigung zu Stollen und Höhlen als andere Hobbits. Die Harfüße hatten früher gute Kontakte mit Zwergen gehabt und sich an Berghängen und Hochebenen aufgehalten. Sie zogen als erstes nach Westen und werden dort als "Periannath" im Jahr 1050 des Dritten Zeitalters zum ersten Mal in elbischen Aufzeichnungen erwähnt.

    b) die Falbhäute hatten hellere Haut und helleres Haar als die anderen Stämme, sie waren auch etwas größer und schlanker; ein nördlicherer Stamm und an Zahl die geringsten. Sie hatten ein freundschaftlicheres Verhältnis zu Elben und waren mehr für Sprache, Gesang und Jagd begabt. Sie waren auch etwas kühner und verwegener; so fand man sie häufig als Führer oder Häuptlinge von Sippen. 1150 kamen sie nach Eriador und zogen mit den Harfüßen gemeinsam ca. 1300 nach Bree und ab 1600 ins Auenland.

    In Familien wie den Tuks oder den Herren von Bockland kann man "heute" noch Falbhautblut feststellen. Gerade in diesen Familien kommt es laut Tolkiens "kleinem Hobbit" vor, daß sich ab und zu ein Angehöriger in Abenteuer stürzt, indem er heimlich verschwindet und die Familie das vertuscht. Wie beispielsweise Hildifons, der nie von einer Fahrt zurückkehrte, oder Isengar, der in seiner Jungend angeblich "zur See" gefahren sein soll. Dadurch sind die Tuks für viele Hobbits nicht ganz so "respektabel" wie andere Familien, obwohl sie sehr reich und auch überaus einflußreich im Auenland sind (sie stellen immerhin schon lange den "Thain" des Auenlandes).

    c) die Starren waren derber und kräftiger gebaut, hatten weniger Scheu vor Menschen und hielten sich viel an den Ufern des Anduin sowie später an anderen Flußufern auf. Sie sind das einzige Hobbitvolk, das dazu neigt, leichten Flaum auf den Wangen zu haben. Viele von ihnen sind heute im Ostviertel zu finden, in Bruch und auch im Bockland. Sie erreichten ca. 1150 Eriador über den Rothornpaß, sie gingen zunächst nach Dunland und in den "Winkel".

    Die Starren kamen knapp nach den Falbhäuten dann auch ins Auenland, ca. 1630 (AZ 30) und siedelten sich im Ostviertel an, nahe des Brandyweins (auf Elbisch "Baranduin"). Die Hobbits im Ostviertel sind wegen ihres Starren-Einschlags noch "heute" ziemlich hochgewachsen und plumpfüßig, und bei Matschwetter tragen manche sogar Zwergenstiefel. Die Leute im Bruch und in Bockland haben zudem noch viele eigentümliche Namen und seltsame Wörter, die sich sonst im Auenland nicht finden, weil die Starren dort deutlich später im Auenland eingetroffen waren als die anderen Stämme vor ihnen.

  4. #4
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Auenland

    4. Herkunftsorte: für Hobbits sind Ingame bei der Charakter-Erschaffung keine möglichen Heimatlande festgelegt wie für die anderen Rassen. Ihr könnt euren Hobbit aus dem Auenland stammen lassen, wie es die meisten tun; aber im Prinzip auch durchaus aus dem Bockland oder aus Stadel bei Bree, denkbar wäre außerdem noch Bree selbst. Laut Tolkien-Hintergrund werden keine weiteren Hobbit-Siedlungsgebiete angegeben; nur im Spiel gibt es dazuerfundene Hobbit-Ansiedlungen in Enedwaith, in den Ettenöden und einzelne Hobbits über ganz Eriador verstreut...

    Wie ihr das Intro fürs Rollenspiel auslegt, ist eure Sache - vielleicht hat euer Charakter das alles nur geträumt, vielleicht ist es eine Erzählung, die euer Char von anderen gehört hat? Immerhin wäre es doch ein klein wenig unlogisch, wenn jeder einzelne Spieler-Hobbit von vielen Hunderten erzählt, daß er von Räubern nach Archet verschleppt und beim großen Brand von Archet anwesend gewesen wäre und obendrein eine wichtige Rolle dabei spielte. Das wäre ja sonst insgesamt eine ganze Hobbit-Armee gewesen

    a) Auenland:

    Das Auenland erstreckt sich von den Fernen Höhen bis zur Brandyweinbrücke vierzig Wegstunden weit, und fünfzig Wegstunden von den Mooren im Norden bis zu den Marschen im Süden. Das Auenland teilt sich in vier Teile, das Viertel: Nord-, Süd-, Ost- und Westviertel; und diese teilen sich wiederum in eine Reihe von Stammesländer, die noch die Namen einiger der alten führenden Familien tragen (Edelhobbits): Beutlins, Boffins, Bolgers, Brandybocks, Grubers, Hornbläsers, Lochners, Pausbackens, Sackheims, Stolzfußens, Straffgürtels und Tuks, also etwa "Tukland". Außerhalb der Viertel gibt es noch die Ost- und Westmarken. Bockland zählt eigentlich nicht mehr zum Auenland selbst.

    Die Erde im Auenland ist reich und fruchtbar. Tolkien beschreibt das so: "In diesem erfreulichen Erdenwinkel widmeten sich die Hobbits ihrer geordneten Arbeit, die darin bestand zu leben, und um die Welt draußen, wo dunkle Dinge vor sich gingen, kümmerten sie sich immer weniger, bis sie schließlich glaubten, Frieden und Überfluß seien die Regel in Mittelerde und ein Recht, das allen vernünftigen Leuten zustehe."

    "Zu keiner Zeit waren die Hobbits kriegslüstern gewesen, und untereinander hatten sie sich nie bekämpft. Obwohl es noch immer einige Waffenbestände im Auenland gab, wurden sie jetzt zumeist als Siegeszeichen angesehen, hingen über der Feuerstelle oder an den Wänden oder waren im Museum (Mathom-Haus) von Michelbinge untergebracht."

    Zur Zeit kann man laut Tolkien im Auenland "kaum von einer Regierung sprechen". Die meisten Familien regeln ihre Angelegenheiten selbst. Nahrung anzubauen und sie aufzuessen nimmt den größten Teil der Zeit für Hobbits in Anspruch. In anderen Dingen sind sie gewöhnlich großzügig und nicht gewinnsüchtig, sondern zufrieden und bescheiden, so daß Güter, Höfe, Werkstätten und kleine Gewerbebetriebe generationenlang unverändert bleiben.

    Alle Gesetze der Hobbits (sie nennen sie "Die Regeln") führen sie auf den König von ehedem zurück und befolgen sie aus freien Stücken. Hobbits sagen von ungesitteten Leuten und boshaften Geschöpfen (etwa von Trollen); die "hätten wohl nichts vom König gehört".

    Die Hobbits im Auenland wählen (seit 1979 = AZ 379) als ihr "Oberhaupt" einen "Thain", der die Machtbefugnis des früheren menschlichen Königs von Arnor offiziell innehat, den es ja schon seit dem Fall von Fornost/Norburg lange nicht mehr gibt.

    Das Amt des Thain wird inzwischen schon seit Generationen (2340, AZ 740) vom jeweiligen Familienoberhaupt der Tuks getragen (der derzeitige Thain ist im Süden des Auenlands im Tukland in den Groß-Smials der Tuks zu finden). Der Thain ist (eher ehrenamtlich) der Vogt der Volksversammlung vom Auenland und Hauptmann der Auenland-Heerschau, welche nur in Notzeiten abgehalten werden.

    Die Polizisten und Wachen der Auenländer Hobbits nennen sich "Landbüttel"; man erkennt sie an ihrer Feder an der Mütze. "Natürlich hatten sie keine Uniformen (so etwas war völlig unbekannt), sondern nur eine Feder an der Mütze; und sie waren praktisch eher Feldhüter denn Polizisten, da sie sich mehr um streunende Tiere als um Leute kümmerten. Im ganzen Auenland gab es für den Inlandsdienst nur zwölf, drei in jedem Viertel." So jedenfalls erzählt Tolkien.

    Eine größere Anzahl, die je nach Bedarf schwankt, schreitet die Grenzen ab - die "Grenzer". Sie müssen dafür sorgen, daß sich Ausländer aller Arten, ob groß oder klein, nicht unliebsam aufführen. Die Zahl der Grenzer erhöht sich gerade stark, denn es gehen heutzutage viele Berichte über fremde Geschöpfe und Unruhestifter ein, die an den Grenzen herumschleichen oder sie sogar überschreiten. Aber laut Buch "beachteten wenige das Zeichen, und nicht einmal Bilbo hatte eine Ahnung, was es bedeutete."

    "Immerhin", fuhr Sam fort, "kannst du nicht leugnen, daß nicht nur unser Halfast, sondern auch andere Leute seltsames Volk durch das Auenland haben ziehen sehen - hindurchziehen, bedenke: mehr noch werden an den Grenzen zurückgeschickt. Die Grenzer haben niemals so viel zu tun gehabt wie jetzt."

  5. #5
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Auenland 2

    4 a) noch etwas mehr zu den Auenländer Hobbits:

    Die Hobbits im Auenland haben außer dem Thain (ihr Oberhaupt) auch einen Bürgermeister in Michelbinge, der hauptsächlich Festessen vorsteht - derzeit Willi Weißfuß. Er wird alle sieben Jahre am Mittsommertag (Lithe) gewählt.

    Die Ämter des Postmeisters und des Ersten Landbüttels sind mit dem Bürgermeisteramt verbunden. Wobei die Briefträger weit zahlreicher sind als die Landbüttel und die bei weitem stärker beschäftigten. Hobbits sind sehr fleißige Briefeschreiber; zumindest die, die schreiben können, was beileibe nicht alle sind. Aber diejenigen, die es waren, schrieben ununterbrochen an ihre sämtlichen Freunde (und an einige unter ihren Verwandten), die weiter als einen Nachmittagsspaziergang entfernt wohnten.

    Die Hobbits aus dem Auenland, so erzählt uns Tolkien, reisen heute selten und sind mißtrauisch gegenüber den "Außenseitern" (= alle Hobbits außerhalb des Auenlandes) geworden - obwohl es früher zwischen Bree und Auenland ein ständiges Kommen und Gehen der Hobbit-Verwandtschaft gegeben hatte.

    Die Hobbits im Auenland tratschen im Spiel heute noch immer über den (ingame kürzlich stattgefundenen) Verkauf von Beutelsend an Lobelia Sackheim-Beutlin und ihren Sohn Lotho. Von Frodo aber wissen sie nicht mehr, als daß er zurück nach Bockland gezogen ist, wo er lebte, bevor ihn Bilbo adoptierte.

    Allerdings sollten sich wohl viele Hobbits (so wie auch manche NPCs, die ingame darüber reden) an das große Geburtstagsfest des verrückten alten Bilbo Beutlin vor 17 Jahren erinnern (im Jahr 3001, AZ 1401), als Bilbo 111 wurde und danach verschwunden war. Es gab ein tolles Feuerwerk beim Fest, Geschenke fürs ganze Auenland und unglaublich viel zu essen auf der Wiese beim großen Fest-Baum in Hobbingen. Bilbo Beutlin soll bei dem Fest in einem Blitz verschwunden sein. Allgemein wird gemutmaßt, daß der alte Gandalf etwas damit zu tun hat; von dem man im Auenland nur weiß, daß er ein "Zauberer" ist.

    Der alte Beutlin ist sicher wieder mal mit den Zwergen losmarschiert, wird hier und dort vermutet. Das hat er vor vielen Jahren (im Jahr 2941, AZ 1341) schon mal gemacht und ist ein Jahr später mit vielen Schätzen zurückgekehrt; gerade, als man ihn schon für tot erklärt hatte und die Sackheim-Beutlins ihr Erbe antreten wollten. An Bilbo Beutlin war ja vieles "verdächtig"; seine Wanderungen, sein Kontakt zu Zwergen - und auch, daß er noch so jung ausgesehen hatte mit 111. Tolkien schreibt im "kleinen Hobbit", daß Bilbo durch diese Reisen und Kontakte seinen guten Ruf im Auenland verloren hatte und nicht mehr als ganz respektabl galt; er wurde von allen Hobbits seiner Nachbarschaft für verschroben gehalten - ausgenomen von seinen Neffen und Nichten von der Tukseite. Mancher schüttelte gar den Kopf, tippte sich an die Stirn und sagt: "armer alter Beutlin".

    Nicht viele Hobbits können übrigens laut Tolkien schwimmen und sie betrachten selbst Flüsse und kleine Boote mit tiefem Argwohn. Das gilt besonders für die Hobbits aus dem Auenland; denn sie sehen die Bockländer, von denen manche mit Booten am Brandywein fahren, als ziemlich verrückt an. Frodos Eltern sind im übrigen Bockländer gewesen und beim Bootsfahren ertrunken. Das Meer ist zudem für die meisten Hobbits ein Sinnbild des Todes.

  6. #6
    Join Date
    May 2011
    Posts
    93

    Orte, wo Hobbit-Charaktere herstammen können: das Bockland

    4. Herkunftsorte

    b) Bockland: die Bockländer Hobbits haben im Gegensatz zu auenländischen Hobbits weit weniger Scheu vor Wasser und fahren mit Booten. Bekannt ist auch die Bockländer Fähre südlich der Brandyweinbrücke. Einige Bockländer (aber nicht alle) können sogar schwimmen! Aber nicht alle, wie die bedauernswerten Eltern von Frodo, die beim Bootsfahren ertranken.

    Bockland ist in Freundschaft mit Bruch verbunden (dort, wo Bauer Maggot lebt). Wie viele im Ostviertel sind auch die Bockländer weitgehend von Starrenblut. Sie sind hochgewachsen, derb, kräftig und plumpfüßig; einige männliche Bockländer haben sogar leichten Flaum auf den Wangen (andere Hobbits haben nichtmal eine Andeutung von Bart). Mancher im Bockland trägt außerdem gelegentlich bei Matschwetter Zwergenstiefel und es sind noch viele eigentümliche Namen und alte Worte im Bockland erhalten, die im Auenland sonst nicht zu hören sind.

    Während das Auenland seinen "Thain" als Oberhaupt hat und auch einen Bürgermeister (von Michelbinge), hat Bockland seine eigenen "Herren". Und zwar das jeweilige Oberhaupt der Familie Brandybock, der auch "Schloßherr" genannt wird. Das "Brandyschloß" wurde von Gorhendad Altbock (eine der ältesten Familien des Bruchs oder sogar des Auenlands) im Jahr 2340, AZ 740 gegründet, der danach seinen Namen von Altbock in Brandybock änderte. Weitere Familien siedelten sich dort an und auf diese Weise entstand das Bockland, mit Bockenburg als Hauptdorf.

    Die Bockländer sind stolz auf den "Hohen Hag" - ihre große Hecke zum Alten Wald hin, die schon vor Generationen gepflanzt worden war und ständig gepflegt wird. Es heißt, daß die Bäume des Alten Waldes vor langer Zeit die Hecke angegriffen haben und sich hineingepflanzt hatten. Aber die Hobbits fällten daraufhin Hunderte von Bäumen und machten ein großes Feuer im Alten Wald, wovon heute noch eine kahle Lichtung zeugt - die Bäume zogen sich wieder zurück und sind seither unauffällig.

    Torwächter stehen an den Eingängen zu Bockland, und die Bockländer halten nach Einbruch der Dunkelheit ihre Türen verschlossen, was im Auenland nicht üblich ist. Sie hüten sich zudem noch immer vor dem Alten Wald. Allerdings haben die Brandybocks ihren - nicht allgemein bekannten - geheimen Eingang zum Wald, denn einige von ihnen sind recht wagemutig und ähnlich abenteuerlustig wie so mancher Tuk.

    In Bockland gab es - im Spiel erst kürzlich, weil man das in einer der epischen Bücher-Quests erfährt - in der Nacht am 30. September 3018 (AZ 1418) einen großen Aufruhr. Das Hornsignal von Bockland war erklungen, das seit hundert Jahren nicht mehr vernommen worden waren, als seinerzeit die weißen Wölfe in dem grausamen Winter gekommen waren, da der Brandywein zugefroren gewesen war.

    Das Horn wurde geblasen, weil Dick Bolger aus Krickloch zu seinen Nachbarn gelaufen gekommen war und aus seinen gestammelten Worten geschlossen worden war, daß das Bockland angegriffen wurde! Viel Volk war in dieser Nacht auf die Straßen hinaus gelaufen, und die Wachen am Nordtor waren von drei seltsamen großen Schwarzen Reitern niedergeritten worden, die das Bockland damit für immer verließen.

    Auch aus dem befreundeten Bruch (Bauer Maggot) mag berichtet worden sein, daß diese schwarzen Gestalten nach "Beutlin" herumgefragt hatten. Aber vermutlich würde jeder Hobbit dabei sofort nur an den alten verrückten Bilbo Beutlin denken, der bekannt gewesen war für seine früheren "Abeneuer"-Reisen, seine seltsamen Kontakte zu fremdem Volk, auch für das große Geburtstags-Fest mitsamt seinem Verschwinden und auch für die Gerüchte über seine Schätze in Beutelsend...

    Dick Bolger tut derzeit alles, um den Anschein zu wahren, daß Frodo noch immer in Krickloch lebt. Nach dem Hornsignal von Bockland wurde er von Gandalf aufgesucht; und laut Tolkien gab es keinerlei Andeutungen, daß im Bockland jemals bekannt wurde, daß Frodo schon wieder von dort weg gewandert war.

 

 

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •  

This form's session has expired. You need to reload the page.

Reload